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SPD steht hinter den IGS-Plänen im Heidekreis

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Zwei Männer und zwei Frauen stehen nebeneinander auf einer Rasenfläche. Im Hintergrund sind Büsche zu sehen.
Vertraten die SPD-Standpunkte zu IGS und Verkehrskonzept: Sebastian Zinke (2.v.l.), Tatjana Bautsch (2.v.r.), Karin Fedderke und Jan-Ole Witthöft. © Müller

Die SPD-Kreistagsfraktion hat die Ergebnisse der jüngsten Klausur in Walsrode vorgestellt. Die Politiker fordern eine zentral im Landkreis liegende IGS und ein neues Verkehrskonzept für den Heidekreis.

Walsrode – „Wir glauben, dass wir dieses Mal mit dem Thema IGS im Heidekreis mit unseren Vorschlägen ein Stück weiter vorankommen können“, sagt Sebastian Zinke in einem Pressegespräch im Anders-Hotel Walsrode. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Fraktion stellte er die Ergebnisse der kürzlichen Klausur in Walsrode vor und kündigt für den Kreistag am kommenden Freitag (16 Uhr in der Alten Reithalle in Soltau) gleich mehrere Anträge und eine Resolution zu verschiedenen Themen an.

Es sei eine dringende Notwendigkeit, zumindest eine IGS im Landkreis zu haben. Sie sollte einen Standort besitzen, der für jeden im Heidekreis gut erreichbar ist. Wo er definitiv sein könnte, darauf wollte sich die SPD zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen. Zinke legte aber einen konkreten Zeitplan vor. Danach sollte zumindest eine IGS, die die SPD als weiteres schulisches Angebot für absolut notwendig hält, in 2025/2026 aus einer Oberschule heraus entstanden sein. Tatjana Bautsch schließt es nicht aus, dass man auch über eine zweite IGS nachdenken könnte.

Zinke ging auf die erfreuliche Entwicklung für das neue Heidekreis-Klinikum ein. „Wir hatten Herrn Dr. Rogge als Gast, der uns über die aktuelle Situation berichtet hat. Wir haben ihm deutlich gemacht, dass die beiden Krankenhäuser in Walsrode und Soltau auch nach dem neuen Standort in Bad Fallingbostel medizinisch genutzt werden müssten.“ Dr. Rogge sagte zu, dass es in beiden Einrichtungen eine Erstversorgung geben werde. Auch die medizinischen Zentren werden erhalten bleiben. Im Bereich der Pflege werde sich an den beiden alten Standorten einiges tun. Zinke: „Insgesamt haben wir bisher alles richtig gemacht, als wir uns mit Vehemenz beim Land für das neue Klinikum einsetzten. Das Konzept hat selbst Hannover überzeugt.“

Ein wichtiges Thema stand noch auf der Tagesordnung der Zusammenkunft, ein neues Verkehrskonzept, das unbedingt für den Landkreis in Auftrag gegeben werden muss. „Wir müssen unbedingt kleine Busse einsetzen, um alle Bürger auf dem Land zu erreichen.“ Der ÖPNV so wie heute funktioniere nicht mehr. Möglicherweise könnte man auch die Bürgerbusse in diesen Überlegungen einsetzen.

Mit der Bahn müsse man in ständigem Dialog bleiben. Die SPD setze sich für eine Trassenführung nach dem von vielen Verbänden, Organisationen und von der Politik ausgearbeiteten sogenannten Alpha E-Verfahren ein. „Wir müssen versuchen, die Heidebahn mehrgleisig auszubauen, um besser und pünktlicher erreichbar zu sein“, sagt Zinke. Die Bahn plane, alle Dieselzüge abzuschaffen und durch Fahrzeuge zu ersetzen, die mit Wasserstoff betrieben werden. „Dadurch wird die Bahn einfach schneller und könnte auch den von der Stadt Bad Fallingbostel geplanten neuen Halt am Heidekreis-Klinikum einrichten.“

Jan-Ole Witthöft sprach auch die Überlegungen der Bahn im Nordkreis an. Hier ging es darum, die Strecken Richtung Amelinghausen und Celle zu aktivieren. Das Gleiche gelte für Eickeloh. Der Ort müsste wieder Haltepunkt auf der Heidebahn-Strecke werden. Unverständnis äußerten alle Gesprächsteilnehmer über den neuen Betreiber der Bahnstrecke. „Mit START ist nichts besser geworden.“ Etliche Proteste aus der Bevölkerung liegen bereits heute vor. In Schwarmstedt wird es in Kürze ein Gespräch mit dem Betreiber geben.

Am kommenden Freitag nach Soltau wird man wissen, ob der Kreistag bereit ist, den Weg einer aktiven SPD mit insgesamt acht neuen Mitgliedern in der Fraktion mitzugehen. Sebastian Zinke: „Wir müssen uns unbedingt jetzt positionieren.“ mü

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