Zur Situation des Heidekreis-Klinikums

Kugler: „Langfristig sieht es gut aus“

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Dr. Christof Kugler.

Walsrode - Immer wieder gibt es pessimistische Äußerungen zur Entwicklung des Heidekreis-Klinikums, den Krankenhäusern gehe es wirtschaftlich schlecht. Was aber stimmt denn nun? Dieser Frage wollte die Walsroder Bürgerliste nachgehen. Sie hatte den Geschäftsführer des Klinikums, Dr. Christof Kugler, zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in die Walsroder Stadthalle eingeladen.

Kugler beschrieb den „durchaus schwierigen Prozess“ der Umstrukturierung und der Schwerpunktbildung für die beiden Häuser des Klinikums. Vieles sei geschehen, manches müsse noch passieren. So habe sich zum Beispiel die Konzentration der Geburts- und Kinderklinik am Walsroder Standort durchaus bewährt. Über 800 Kinder, 80 mehr als im Vorjahr, seien im Walsroder Krankenhaus geboren worden. Die fachlichen Qualitäten unter der Chefärztin Dr. Christine Thein sprächen sich herum.

Auch die Konzentration medizinischer Fachkompetenz mit der Kardiologie und der Geriatrie in Soltau, sowie der Gastroenterologie und der Chirurgie in Walsrode und der Onkologie zeige Wirkung, erläuterte der Geschäftsführer mit Fakten und Zahlen.

Auch wenn die Kardiologie in Soltau kürzlich ihren kompetenten Chefarzt verloren habe – ein neuer werde in Kürze vorgestellt –, so zeigten die Patientenzahlen im Herz-Katheterzentrum in Soltau deutlich ansteigende Werte, so Kugler.

Die insgesamt wachsenden Fallzahlen der beiden Häuser zeigten, dass die richtige Richtung eingeschlagen worden sei. Aber Umstrukturierung koste zunächst einmal Geld, so sein Hinweis auf die durch den Kreistag vorgesehene Erhöhung der Defizitabdeckung des Klinikums auf fünf Millionen Euro pro Jahr. Gäbe es für alle Bundesländer gleiche Basisfallwerte, so würde das Heidekreis-Klinikum kein großes Defizit mehr ausweisen, so Kugler auf eine Frage aus dem Publikum. Er zeigte sich überzeugt, dass es langfristig gut aussieht für das Heidekreis-Klinikum.

hf

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