Tiere haben innere Uhr

Weltvogelpark Walsrode: Singvögel läuten die Balzzeit ein

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Der Lachende Hans hat einen außergewöhnlichen Ruf.

Walsrode - Die Tage werden wieder etwas länger und viele Vögel bekommen deutliche Frühlingsgefühle. Rund um die Zeit des Sonnenaufgangs ist die Luft mit Vogelgesang erfüllt. Im Weltvogelpark Walsrode sogar gleich doppelt: Dort zwitschern nämlich nicht nur die einheimischen Vögel in der naturnahen Parkkulisse munter drauflos, auch ihre exotischen Artgenossen stimmen mit ein.

In einem wahren Konzert werben die verschiedenen Vogelarten um die Gunst der Weibchen. Und: Bald wird auch wieder geklappert. In den nächsten Tagen werden die ersten Störche zurückerwartet, um die Nester für die Weibchen vorzubereiten, informiert die Einrichtung.

Im Park treffen heimische Arten wie Rotkehlchen und Blaumeisen auf exotische Vertreter der Vogelwelt. Und das wird in den Wochen vor Frühlingsanfang besonders musikalisch. Hier hört man nicht nur Amsel und Co, es hallen auch die Balzschreie des Seeadlers über die Südheide. Es gibt hier seit Jahren wieder mehrere Adlerpaare, deren Rufe ab Mitte Februar zu hören sind, bevor im März die Brutzeit beginnt. 

Einen außergewöhnlichen Ruf hat der in Australien beheimatete Lachende Hans, eine Art aus der Eisvogelfamilie. Sein markantes Gelächter ist morgens und abends zu hören und dient hauptsächlich der Revierabgrenzung. In Australien wird der Lachende Hans auch als „Buschmannsuhr“ bezeichnet. Buschvölker haben keine Uhren und verlassen sich zum Sonnenauf- und -untergang auf den Ruf des Vogels.

Rotkehlchen singen schon im Februar.

Sobald im Frühjahr die Tage wieder länger werden, sind auch die heimischen Singvögel wieder aktiver. Der Gesang der Amseln ist bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang im Februar zu hören. Nur wenig später steigt das Rotkehlchen mit ein, gefolgt von Kohl- und Blaumeise. Der europäische Star ist, mittlerweile vielerorts, auch ganzjährig in Deutschland heimisch und zwitschert im Frühling munter drauflos. So entsteht im Februar oft ein wahres Konzert in Gärten, Parks und in anderen grünen Bereichen. 

Ziel ist es, einen Partner für gemeinsamen Nachwuchs zu finden. „Die Vögel merken, dass die Tage langsam wieder länger werden“, erklärt Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks. „Sie haben eine innere Uhr, nach der sie sich richten. Die Amsel ist besonders früh dran und beginnt schon zu zwitschern, wenn die ersten Sonnenstrahlen zu erahnen sind.“ Das Gezwitscher der verschiedenen Vögel hat nicht nur den Zweck, Weibchen zu beeindrucken, sondern vor allem auch, das Revier zu verteidigen.

Die männlichen Störche kommen aus ihrem Winterquartier in den Park zurück und bereiten das Nest für ihre Weibchen vor. „Seit 15 Jahren kehrt der erste Storch immer um die gleiche Zeit zurück und kündigt damit auch die Rückkehr vieler weiterer Störche an“, erklärt Ehrhardt. Nach dieser langen Zeit sei dies ein besonderes Ereignis. Insbesondere die Tierpfleger fieberten seiner Rückkehr regelrecht entgegen. 

„Die Rückkehr der Störche hat dieses Jahr eine ganz besondere Bedeutung für uns, da es in der kommenden Saison eine Mitmachfütterung der Störche unserer Weißstorchanlage geben wird, bei der die Besucher die Tiere hautnah erleben können.“ Das Vogelgezwitscher und die Storchenfütterung können die Besucher ab 23. März erleben, wenn die neue Parksaison beginnt.

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