Übung der DLRG-Ortsgruppe Fallingbostel und der Freiwilligen Feuerwehr Bomlitz

Simulierter Eis-Einbruch

Die Ehrenamtlichen der Feuerwehr Bomlitz und der DLRG übten Techniken, um eine Person aus dem Eis zu retten. - Foto: Feuerwehr

Borg - Eine Person bricht auf einem See durch eine viel zu dünne Eisdecke und kann sich nicht allein aus den eiskalten Fluten befreien. Was dann? Dieser Frage gingen die Mitglieder der Ortsgruppe Fallingbostel der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Freiwilligen Feuerwehr Bomlitz auf den Grund.

Zuerst erfolgte eine theoretische Einweisung in die besonderen Gefahren der Eisrettung und die zu beachtenden Verhaltensregeln durch den technischen Einsatzleiter der DLRG, Jan-Hendrik Müller. Er bezeichnete die Eisrettung in einer Pressemitteilung als „Königsdisziplin der Wasserrettung, die auch erfahrenen Einsatzkräften viel abverlangt“.

Im Anschluss übten alle im warmen Feuerwehrgerätehaus in Bomlitz die richtigen Handgriffe, Rettungstechniken und die Grundlagen der Ersten Hilfe.

Da es die Witterungsbedingungen zuließen, ging es gemeinsam zu den Fischteichen in Borg. Hier setzten die Teilnehmer die theoretisch erlernten Handgriffe in die Praxis um. Dabei stand die Sicherheit der Einsatzkräfte im Vordergrund. Die Eisfläche wurde nur in Verbindung mit Rettungswesten und einer Seilsicherung betreten.

Nach dem simulierten Einbruch einer Person in das Eis hatten die Retter die Chance, verschiedene Techniken mit ihrem eigenen Gerät auszuprobieren.

Da die Gelegenheit, auf Eisflächen zu üben äußerst selten ist, waren sich am Ende des Tages alle Einsatzkräfte einig, viele wichtige Grundlagen erlernt oder vertieft zu haben. Der Bomlitzer Ortsbrandmeister Martin Sommer zeigte sich beeindruckt und kündigte an: „Wir werden unser Konzept zur Eisrettung noch einmal überdenken und sicher auch an einigen Stellen anpassen.“

Im Anschluss gab es im Feuerwehrgerätehaus in Bomlitz die Gelegenheit, sich bei Tee, Kaffee und Würstchen auszutauschen.

DLRG und Feuerwehr weisen noch einmal darauf hin, dass Eisflächen nicht betreten werden dürfen, solange sie nicht offiziell freigegeben sind. Es besteht beim Einbruch in das Eis absolute Lebensgefahr.

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