Heidekreisfeuerwehren kommen nicht zur Ruhe

Schneelast bedroht Biogasanlage

Feuerwehrmänner auf der Drehleiter befreien die Dächer der Biogasanlage von Schnee.
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Durch die Schneelast drohten die Dächer einer Biogasanlage in Groß Eilstorf einzustürzen. Die Feuerwehren waren knapp zehn Stunden im Einsatz.

Zahlreiche Unfälle haben im Heidekreis Polizei und Feuerwehren in Atem gehalten. In den meisten Fällen blieben die Unfallbeteiligten unverletzt oder kamen mit leichten Blessuren davon. Der größte Einsatz der Feuerwehr spielte sich in Groß Eilsorf ab. Dort waren Feuerwehrleute zehn Stunden im Einsatz, um einen Einsturz der Dächer zu verhindern. Aber das war noch nicht alles.

  • Person mit einem medizinischen Notfall aus der Wohnung befreit
  • 41 Jahre altes Pferd mit dem Huf in einem Gatter verfangen
  • Entstehungsbrand schnell gelöscht

Auf der Landstraße 190 bei Hodenhagen war ein Auto bei starkem Schneefall von der Fahrbahn abgekommen und mit einem Zaun kollidiert. Die Fahrerin wurde dabei in ihrem Fahrzeug eingeschlossen. Mithilfe von hydraulischem Rettungsgerät wurden die Türen des Fahrzeuges geöffnet und die Fahrerin befreit. Sie kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Etwas später wurden dann die Feuerwehren Harber und Soltau zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Ein Lkw war im Bereich der Autobahnabfahrt Soltau-Ost in einen Graben gerutscht und mit einem Baum kollidiert. Die Meldung, dass der Fahrer eingeklemmt sei, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Im Einsatzverlauf kamen durch extreme Straßenglätte noch weitere Fahrzeuge von der Fahrbahn ab. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle bis entsprechende Abschleppunternehmen vor Ort waren.

Biogasanlage: Mit Streusalz gegen die Vereisung der Dächer

Der zeitaufwendigste Einsatz des Wochenendes ereignete sich dann am Samstagmittag in Groß Eilstorf. Die Betreiber einer Biogasanlage stellten fest, dass die Planendächer von zwei ihrer Anlagen den Schneemassen nicht mehr standhielten und kollabiert waren. Dadurch bestand die Gefahr, dass der Fermenter beschädigt wird und es zur unkontrollierten Freisetzung von Biogas kommt. Als Erstmaßnahme wurde versucht, den Schnee mit Wasser anzutauen, das eingesetzte Wasser wie auch das Tauwasser mithilfe von Tauchpumpen abzusaugen und das Dach von der Schneelast zu befreien. Das funktionierte solange gut, bis der Frost deutlich anzog und die Dächer vereisten. Als Sofortmaßnahme wurde mit großen Mengen Streusalz versucht, den Tauprozess weiter zu beschleunigen. Parallel dazu wurde mit Zeltheizungen der Planenzwischenraum wie auch die Eisfläche beheizt. Mit Hubsteigern und der Drehleiter musste die Fläche zusätzlich mechanisch vom Schnee geräumt werden.

Nach Angaben der Feuerwehr hatten gegen 23 Uhr und nach knapp zehn Stunden Einsatzdauer bei Eiseskälte die Maßnahmen Erfolg und die Dächer konnten sich durch ihren Eigendruck wiederaufrichten.

Vor Ort waren rund 100 Feuerwehrleute aus Groß Eilstorf, Südkampen, Vethem, Honerdingen und Walsrode. Außerdem kamen Kräfte der Johanniter Unfallhilfe aus Schwarmstedt und dem Ortsverband Soltau des Technischen Hilfswerk dazu. Stadtbrandmeister Michael Schlüter lobte die gute Zusammenarbeit: „Das war wirklich ein Hand in Hand Arbeiten der verschiedenen Hilfsorganisationen.“

Dabei war es zuvor schon turbulent genug bei den Feuerwehren zugegangen. Der erste Einsatz am sehr frühen Freitagmorgen führte die Feuerwehr Walsrode zusammen mit dem Rettungsdienst um kurz nach 2 Uhr in die Robert-Koch-Straße, um eine Person mit einem medizinischen Notfall aus ihrer Wohnung zu befreien.

Rettungswagen landet bei Alvern im Graben

Am Vormittag erreichte die Leitstelle ein weiterer Notruf. In Ilster hatte sich ein 41 Jahre altes Pferd mit dem Huf in einem Gatter verfangen und war mit diesem umgestürzt. Das Tier konnte sich selbst nicht mehr befreien. Die Feuerwehr Ilster-Alvern-Töpingen und der Rüstwagen aus Munster zerteilten das Gatter mechanisch und befreiten so das Tier. Ein hinzugezogener Tierarzt konnte glücklicherweise keine schwerwiegenden Verletzungen feststellen.

Zu einem Gebäudebrand ging es am Nachmittag für die Feuerwehren Lindwedel, Hope und Schwarmstedt nach Lindwedel. Glücklicherweise handelte es sich um einen Entstehungsbrand, der Einsatz war schnell zu Ende.

Frontal gegen einen Rettungswagen ist eine 40-jährige Bremerin auf der B 71 bei Alvern geprallt.

Eine zweistündige Vollsperrung der Bundesstraße 71 war schließlich die Folge eines Verkehrsunfalls am Samstag, gegen 16.30 Uhr, zwischen den Ortsteilen Ilster und Alvern. Dort war laut Polizei eine 40-jährige Bremerin aus Soltau kommend mit ihrem Audi A1 auf gerader Strecke mit einem entgegenkommenden Rettungswagen kollidiert.

Die Audifahrerin und die beiden 25-jährigen Insassen des Rettungswagens wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Im Rettungswagen befand sich glücklicherweise kein Patient.

Bei Schneeglätte ist dieser Lkw auf der Autobahn bei Soltau in den Graben gerutscht.

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