Schlüsselübergabe für das neue Dorfgemeinschaftshaus in Nordkampen

Multifunktionaler Mittelpunkt

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Erster Stadtrat André Reutzel, die Architekten Robert Szalay und Heiko Jahn, Dieter Heidmann, Rolf Hestermann, Stadtbrandmeister Volker Langrehr, Siegfried Dierken und Gerald Joost (v.l.).

Nordkampen - Ein lang gehegter Wunsch der Nordkämper Bürger war es, ein „Haus für alle“ zu schaffen. Mit der Schlüsselübergabe für den „multifunktionalen Dorfmittelpunkt“ sind sie nun am Ziel angekommen. Zum Festakt im Saal des gemeinschaftlich zu nutzenden Gebäudes begrüßte Ortsvorsteher Rolf Hestermann viele Bürger und Ehrengäste.

„Ein langer Entstehungsprozess mit etlichen Höhen und Tiefen nimmt mit der heutigen Einweihung seinen erfolgreichen Abschluss“, stellte Dieter Heidmann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Walsrode, fest. Allerdings habe die ursprünglich angedachte „große Lösung“ mit der Zusammenfassung von Sportplatz und Sportlerheim sowie Schützenhaus, Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrgerätehaus aus eigentumsrechtlichen und Gründen des Immissionsschutzes verworfen werden müssen.

In einem Gesamtvolumen von 987000 Euro sei der Mittelpunkt für die Dorfgemeinschaft mit einem geschätzten Wert von 171000 Euro an Eigenleistungen entstanden. Die Fläche betrage 450 Quadratmeter und umfasse den Feuerwehrbereich sowie den Gemeinschaftssaal und weitere Räume, die auch der Schützenverein nutze.

Heidmann würdigte insbesondere die Dorfgemeinschaft, die sich in vielen Planungsgesprächen mit sehr viel Engagement für das Projekt eingesetzt habe.

Der Sprecher des Bauarbeitskreises, Reiner Störk, schilderte die Entwicklung des Projekts, das im Rahmen der Dorferneuerung entstanden war. „Wie wünsche ich mir mein Dorf, damit ich dort in 2020 noch gern lebe?“, hatte es in einem Seminar im Jahre 2008 geheißen. Es seien Ideen für ein Gemeinschaftshaus erarbeitet worden, die aber aus Kostengründen das Projekt zum Ruhen brachten.

Siegfried Dierken vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGLN) sei es gewesen, der mit der Unterstützung von Gerald Joost den Stein wieder ins Rollen gebracht habe, mit Hilfe von Bürgermeisterin Silke Lorenz und der Politik.

Es seien umfangreiche Änderungen des Bebauungs- und Flächennutzungsplanes erforderlich gewesen, und im März 2014 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. An Eigenleistungen seien rund 4300 Arbeits- und zusätzlich 150 Maschinenstunden erbracht worden. Damit sei man dem Wert der vorgegebenen 171000 Euro an Eigenleistungen schon ziemlich nahe gekommen. Bei den weiteren Eigenleistungen an den Außenanlagen hoffe er auf tatkräftigen Einsatz.

„Wir Nordkämper freuen uns und sind froh, zukünftig eine so tolle Anlage für die Dorfgemeinschaft zur Verfügung zu haben“, so Störk abschließend.

Über die Form des künftigen Betriebs des Hauses berate zurzeit ein kleines Gremium.

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