Turbulentes Wochenende

Säureanschlag und Sprengdrohung im Heidekreis

Feuerwehrleute unter Atem- und Chemieschutz auf einem Parkplatz.
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Unter Atem- und Chemieschutz nahm die Feuerwehr Proben.

Heidekreis – Ein turbulentes Wochenende hatten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei im Heidekreis. Zum „normalen Geschäft“ der Brandschützer wie Hilfeleistungen kamen ein Säureanschlag am Serengetipark und eine verwirrte Person hinzu, die die Sprengung eines Gebäudes androhte.

Wie die Polizei mitteilte, wurden bereits am Samstagmorgen gegen 3.50 Uhr Beamte zu einem Einsatz nach Eickeloh gerufen. Dort lief ein unbekleideter und offensichtlich verwirrter 30-jähriger Mann durch den Ort und klingelte bei Anwohnern. Als die Ordnungshüter eintrafen, verschanzte sich der Eickeloher dem Bericht zufolge auf seinem Grundstück in der Garage. Der amtsbekannte Mann habe damit gedroht, die Garage mittels Benzin und Gas in die Luft sprengen zu wollen, sollte es zu einem weiteren polizeilichen Einschreiten kommen.

Verwirrten Mann zum Aufgeben überredet

Daraufhin hätten die Beamten Feuerwehrkräfte aus Eickeloh und Hodenhagen sowie der Fachzug Messen & Spüren (besetzt durch die Ortsfeuerwehren Düshorn & Munster) der Kreisfeuerwehr und den Rettungsdienst hinzugerufen. Durch Zureden hätten die Beamten den Mann schließlich zur Aufgabe und zum Verlassen seiner Garage überreden können.

Die Freiwilligen bei ihrem Einsatz in Eickeloh.

Bei der Festnahme habe der 30-Jährige dennoch Widerstand geleistet und einen Polizeibeamten im Gesicht verletzt. Der offenbar psychisch kranke Mann wurde ins Krankenhaus Walsrode gebracht.

Technische Hilfe von Feuerwehrleuten

Wenig später, so berichtet Feuerwehrsprecher Jens Führer, wurde die Ortsfeuerwehr Walsrode von der Polizei zur Amtshilfe angefordert. Im Heidekreisklinikum musste ein Patient aus einer misslichen Lage befreit werden. Gerade wieder eingerückt, folgte um 9.10 Uhr der nächste Alarm in Walsrode. Die Ehrenamtlichen rückten in den Sieverdinger Kirchweg aus, um eine Wohnung zu öffnen. Schnell konnte ein gekipptes Fenster geöffnet werden, um dann dem Rettungsdienst Zugang zu verschaffen. Dort musste die gestürzte Bewohnerin versorgt werden.

Säure in den Kassenhäuschen

Wenig später kam es gegen 10.45 Uhr im Serengeti-Park Hodenhagen zu einem umfangreichen Einsatz. Dort wurden in mehreren Kassenhäuschen Rückstände einer Flüssigkeit festgestellt, die bei Mitarbeitern Reizungen der Atemwege und der Haut auslösten. Daraufhin rückten neben der Polizei auch die Ortsfeuerwehr Hodenhagen, die Ortsfeuerwehr Eickeloh, erneut der Fachzug Messen & Spüren sowie der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen, einem Notarzt, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie dem Leitenden Notarzt an.

Zehn betroffene Mitarbeiter wurden vom Rettungsdienst untersucht, eine Patientin kam vorsorglich ins Krankenhaus. Unter Atem- und Chemieschutz nahm die Feuerwehr Proben, um feststellen zu können, mit welchem Stoff sie es da zu tun hat. Nachdem die Polizei ihre Beweissicherung abgeschlossen hatte, habe die Feuerwehr die Kassenhäuschen dekontaminiert und für den Betreiber freigegeben.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Während der Arbeiten war der Bereich weiträumig abgesperrt worden, der Besucherverkehr lief über Notkassen. Zu keiner Zeit habe es aber eine Gefährdung von Gästen gegeben, gab die Parkverwaltung bekannt. Die Polizei hat Ermittlungen zum Hergang aufgenommen. Gegen 14.30 Uhr war der Einsatz abgearbeitet. Ebenfalls vor Ort waren der Leiter der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt Rainer Seebeck, der Gemeindebrandmeister Sven Kothe, der Abschnittsleiter Gerold Bergmann sowie sein Stellvertreter Wilfried von Bostel.

Die Ortsfeuerwehr Soltau wurde schließlich am Mittag noch zu einem Unfall in die Poststraße gerufen. Dort waren zwei Autos kollidiert, und die Feuerwehr unterstützte bei den Bergungsarbeiten.

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