THW in Sachen Naturschutz in Böhme-Niederung bei Altenboitzen unterwegs

Feuchtbiotope freigesprengt

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Die Löcher füllten sich nach der Sprengung gleich mit Wasser.

Altenboitzen - Feuchtbiotope sprengen wollte das Technische Hilfswerk (THW) in der Böhme-Niederung nahe Altenboitzen/Neumühlen. Es handelte sich um eine Hilfsaktion für die Naturschutzstiftung des Heidekreises. Entstehen sollten Löcher für die Anlage kleiner Tümpel in einer feuchten Uferwiese an der Böhme. Ein Unterfangen, das sich nicht ganz einfach gestaltete.

Das THW schaffte es schließlich doch, zwei Feuchtbiotope anzulegen. 220 Kilogramm Sprengstoff wurden in zwei Zündungen zur Explosion gebracht und bewegten mehr als 500 Tonnen Erdreich.

Bereits in der Morgendämmerung hatten die Vorarbeiten begonnen, bei denen das THW in Zusammenarbeit mit einer Spezialfirma aus Celle 89 bis zu 1,5 Meter tiefe Löcher in den weichen Auenboden gebohrt hatte, in die bis zu 2,5 Kilogramm schwere, mit Zündern versehene Sprengladungen versenkt worden waren.

Es zeigte sich jedoch, dass die Bohrlöcher wegen des hohen Grundwasserspiegels wieder zugespült wurden, ehe die Sprengladung eingebracht werden konnten. Nachbohren war angesagt und verzögerte die Sprengung.

Um 15.15 Uhr sorgte ein Signal dafür, dass niemand mehr den zuvor abgesperrten Sicherheitsbereich betreten durfte. Danach folgten zwei starke Detonationen, und nachdem sich die große Wolke aus Pulverdampf und Erde gelegt hatte, zeigten sich über das etwa 500 Quadratmeter große Gelände verteilt, kleine und größere Erdlöcher, die sich unmittelbar darauf mit Grundwasser füllten.

Die Initiatoren der Aktion, Matthias Metzger, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung Heidekreis, der Erste Kreisrat Oliver Schulze, Vorsitzender der Stiftung, und Markus Heine, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, zeigten sich beeindruckt vom Ergebnis der Sprengung. „Nachdem wir bereits einige Feuchtbiotope in der Böhme-Aue auf herkömmliche Weise mit Bagger und Raupe angelegt haben, wollten wir mit der Sprengung eine Alternative ausprobieren – mit weniger Maschinenaufwand und Beeinträchtigung der Flächen durch schwere Fahrzeuge“, erläuterte Metzger.

Die neu geschaffenen Biotopbereiche werden nun einer natürlichen Entwicklung überlassen und sollen zur Verbesserung der Lebensräume für Amphibien, Weiß- und Schwarzstörche und andere Arten, wie zum Beispiel Fischotter, beitragen.

Auch die Sprengmeister des THW-Ortsverbandes, Tobias Adamitz und Norbert Schuppe, waren zufrieden mit dem Ablauf und dem Ergebnis der Sprengaktion, an der sich mehr als 30 ehrenamtliche THW-Helfer beteiligten. Weitere gemeinsame Aktionen sind nicht ausgeschlossen.

Infos zur Arbeit der Naturschutzstiftung Heidekreis finden sich im Internet unter www.naturschutzstiftung-heidekreis.de.

hf

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