Entscheidung beim Umzug / Organisator Wittenberg: „Eines der besseren Strandfeste“

Römischer Sieg in Dorfmark

Auch Obelix und Troubadix konnten die Invasion nicht aufhalten. Dann tanzten sie eben durch die Straßen. FotoS: Leeske

Dorfmark – Beim Strandfest in Dorfmark herrschte wieder der Ausnahmezustand in der Heide. Ab 14 Uhr ging nix mehr an der Böhme und die Straßen waren gesperrt für den legendären Festumzug mit vielen kreativ und wunderschön geschmückten Wagen. Insgesamt 26 Vehikel präsentierten sich tausenden Zuschauern, von denen einige schon um 11 Uhr mit dem Frühschoppen begonnen hatten.

Bereits am Vorabend feierte das Partyvolk auf dem Festplatz am Strandbad bei Musik aus den 70er-Jahren von der Band „Nightfever“. Die Wasserorgel ergänzte die spritzige Unterhaltung und ein Höhenfeuerwerk sorgte für den Knalleffekt mit bunten Farben am Himmel über Dorfmark.

Noch leicht verkatert warfen sich die Zugteilnehmer dann am Sonntagmorgen ihren Wagen entsprechend in Schale. Nach der durchfeierten Nacht hatten die Indianer-Zombies es sicher am leichtesten, sich schick zu machen. Durstige Feuerwehrleute hingegen waren ständig einsatzbreit, um auf die alten Mühlen der Spritfresser aufzupassen, Zirkus Tutti Frutti zeigte seine Sensationen und Mutationen und die Bulliparade sorgte für gehaltvollen Rauch aus Amsterdam.

Einen starken Trip hatten auch die People von den Prilblumen mit dem Motto „Love & Peace“ und die 90er-Crew nahm alle mit auf eine Zeitreise ins vergangene Jahrtausend. Politisch wurde es bei den Strandfest-Aktivisten, die mit ihrem Bohrturm und vollen Geldkoffern gegen die Erdgasförderung protestierten. Der Spielmannszug Dorfmark, die Blue Dragons Munster, Fanfarenzug Bergen und die Black Diamonds Soltau sorgten für die musikalische Begleitung des langen Zuges.

Fast am Ende des bunten Trosses folgte die Gruppe Operation 29683. Mit ihrer „Rache der Römer“ eroberten sie den Publikumspreis für sich. Denn beim Prämierungswagen konnte jeder Zuschauer sein Kleingeld für den Lieblingswagen einwerfen und damit den Sieger 2019 mitbestimmen. Das Preisgeld von 500 Euro wird nach Auswahl der Sieger einem karitativen Zweck für Kinder zugeführt. Nun ist es also offiziell, das römische Reich hat quasi posthum an der strategisch wichtigen Böhme in Dorfmark einen ersten Vorposten errichtet und selbst Asterix und Obelix konnten das mit ihrer Dorfbevölkerung nicht verhindern. So ist es jetzt schon spannend, wer im nächsten Jahr die römische Regentschaft in der Heide ablöst.

Denn nach dem Fest ist vor dem Fest, laut Organisatior Sven Wittenberg. „Das war eines der besseren Strandfeste, weil das Wetter passte und jeden Tag richtig viel los war“, resümierte er. „Ich freue mich schon aufs nächste Jahr. Die ersten Bands sind gebucht“, verriet er die ersten Vorbereitungen für 2020.  lee

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