„Es ist der richtige Zeitpunkt“

Cornelia Rundt freut sich aufs Privatleben

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Cornelia Rundt. 

Walsrode - „Es ist der richtige Zeitpunkt“, begründete Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, ihre Entscheidung, nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Sie werde demnächst 65. In den vergangenen Jahrzehnten habe sie 50 bis 60 Wochenstunden gearbeitet. „Es gibt viele schöne Dinge, die man machen kann.“ Rundt erwähnte Dinge, die im privaten Bereich liegen geblieben seien. Außerdem reise sie gerne und interessiere sich für Kunst.

Natürlich bedeute ihr Entschluss einen deutlichen Einschnitt, so Rundt. Aber das von ihr Erreichte sei anerkannt worden, ging sie auf den Erfolg der SPD bei den Landtagswahlen ein. Kommunalpolitisch will die Walsroderin keine Ämter übernehmen. „Ich werde mitdiskutieren, aber nicht formell tätig werden.“

Viereinhalb Jahre sei sie als Ministerin tätig gewesen. In dieser Zeit habe sie viel erreicht. So sei es gelungen, den Investitionsstau bei den niedersächsischen Krankenhäusern abbauen zu können, berichtete Rundt. Förderbescheide seien überreicht worden. „Die Struktur wird verändert.“

Statt 40 Millionen Euro würden nun 800 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau ausgegeben. Das Ergebnis werde sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Zudem sei es gelungen, den Patientenschutz zu verbessern. „Leider aus sehr traurigem Anlass“, sagte die Ministerin. So gebe es inzwischen Patientenfürsprecher und mehr. „Bei der Gleichstellung haben wir ebenfalls viel auf den Weg gebracht.“ Das gelte auch für den Bereich der Pflege, erzählte Rundt. Ein Schwerpunkt habe für sie sicherlich immer auf dem ländlichen Raum gelegen.

Rückblickend wäre es sicherlich möglich gewesen, das eine oder andere eleganter oder anders zu machen, blickte die Minsterin zurück. Was sie ärgere sei, dass Dinge aufgrund der vorzeitigen Wahl „hängen geblieben“ seien. Als Beispiel nannte sie das Gleichstellungs- und das Krankenhausgesetz. „Das muss jetzt alles ganz neu eingebracht werden.“ 

sal

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