Raus aus der Einsamkeit

Kreisseniorentag will älteren Menschen die Wege zeigen

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Detlev Weber, Manfred Ostermann, Kristina Homann-Kümmel, Rolf-Eberhard Irrgang und Gottfried Berndt (v.l.) informierten über das Angebot auf dem Kreisseniorentag.

Walsrode - Mittendrin möchte jeder gerne sein, mitmachen, teilhaben an den schönen Dingen des Lebens, auch wenn man nicht mehr ganz jung ist. Walsrode ist als „Stadt für Alle“ am kommenden Sonntag, 13. August, Gastgeber für den Kreisseniorentag des Heidekreises. Dass die schönen Dinge des Lebens für Senioren leichter zu erreichen sind, als viele ältere Menschen glauben, will der der Kreisseniorentag aufzeigen.

Einfaches Überschreiten von Hemmschwellen ist der Angelpunkt der Veranstaltung. Denn die Frage: „Wie soll ich denn dahin kommen?“, ist überflüssig. Sammeltaxis, Bürgerbusse und viele Serviceleistungen für Senioren werden beim Kreisseniorentag vorgestellt.

Unbeliebte Themen zur Sprache bringen

Außerdem werden vielfältige Angebote, die das Leben in den eigenen vier Wänden leichter machen, aufgezeigt. Pflegehilfen, Essen, Einkaufen im Supermarkt, diese Hemmschwellen zu überschreiten ist einfach, wenn man weiß, wie und wo man Hilfe bekommt. Und das stellen die vielen Beteiligten vor.

„Das ,Mittendrin' hat seinen Namen mit Bedacht, Jüngere und Ältere zusammen in einem Haus bringen Neugier mit auf beiden Seiten“, freut sich Rolf-Eberhard Irrgang, Vorsitzender im Seniorenbeirat des Heidekreises zum Beispiel auf neue Wohnprojekte. Gottfried Berndt aus Soltau, sein Stellvertreter Detlev Weber aus Munster und Kristina Homann-Kümmel aus Schwarmstedt wollen den Senioren des Heidekreises aufzeigen, wie ältere Menschen sich den Alltag erleichtern können. Augenmerk liegt auch auf Themen, die man nicht so gerne bespricht, oftmals stehen Familien völlig unvermittelt vor schier unüberwindlichen Fragen: „Gibt es eine Vorsorgevollmacht für unser Familienmitglied? Was bedeutet die Patientenverfügung? Was ist der Unterschied?“Wer neugierig auf die Antworten ist, bekommt sie am Sonntag, zwischen 14 Uhr und 18 Uhr, im „Mittendrin“ in Walsrode beantwortet.

„Alter heißt, mit Grenzen leben“

Rolf-Eberhard Irrgang erläutert mit einer Anekdote ein heikles Thema: „Meine Oma hatte an einem Ort, den sie nur mir gesagt hat, das Geld für ihre Beerdigung versteckt. Heute kann eine Bestattung sehr viel Geld kosten, da ist es besser, man bereitet sich darauf vor. Danach kann man das Thema entspannt wieder verdrängen.“

Landrat Manfred Ostermann wies darauf hin, dass bei Problemen das Bürgertelefon des Heidekreises zur Verfügung stehe.

Gottfried Berndt fasste am Ende der Pressekonferenz zusammen: „Alter heißt, mit Grenzen leben. Ja dazu zu sagen, dabei unterstützt das Wissen, wo man Hilfe bekommt – zum Beispiel beim Seniorenbeirat.“ 

cc

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