Mitarbeiter gesucht

Walsroder Tafel: Das Raumproblem ist noch nicht gelöst

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Das Team der Walsroder Tafel im „mittendrin“.

Walsrode - Grund zum Feiern hatte die Walsroder Tafel. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens hatten die Helfer zum „Tag der offenen Tür“ ins Walsroder Kulturzentrum „mittendrin“ eingeladen. Ziel war es, über die Arbeit zu informieren.

Freitags ist im „mittendrin“ viel los, wenn an fast 150 Menschen Essen ausgegeben wird, wenn Gegenstände angeliefert werden, wenn Menschen für die Tafel spenden, erfuhren die Besucher.

„Das Interesse für unsere Arbeit ist immer noch da, gottseidank“, sagte Ursel Büch, seit 2014 erste Vorsitzende der Walsroder Tafel. „Aber wir würden uns mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wünschen, vielleicht auch den einen oder anderen für unseren Vorstand gewinnen mögen.“ Die 73-jährige, sehr agile „Erste“ möchte 2020 ihr Amt niederlegen und benötigt Unterstützung, vor allem in Walsrode.

Es gibt jede Menge zu tun, Menschen aus unterschiedlichen Problembereichen zu versorgen, auch wenn die Zahl der Flüchtlinge, vor allem in Rethem oder auch in Schwarmstedt, geringer geworden ist. 

Die Zusammenarbeit mit anderen Orten läuft gut

Rethem gehört eigentlich nicht zum Gebiet der Walsroder Tafel. Dort ist die Kirche aktiv, erhält aber jeden Freitag die Reste der Speisen aus Walsrode, um vor allem Menschen aus dem Ort zu versorgen. Sie arbeiteten gut zusammen, sagte Büch.

Die Tafel ist darüber hinaus in Bad Fallingbostel, Bomlitz und Schwarmstedt aktiv, versorgt zurzeit rund 500 Menschen wöchentlich, unentgeltlich, ehrenamtlich, eine starke Leistung.

Beim Tafelfest gab es ein großes Kuchen- und Tortenbuffet. Wer sich bedienen wollte, konnte das kostenlos tun, nur um eine Spende wurde gebeten.

Viele Besucher saßen im großen Versammlungsraum und informierten sich über die Arbeit der Tafel. Draußen durften die kleinen Gäste auf Dosen werfen oder am Glücksrad kleine Gewinne abholen. Schließlich gab es im Verkaufsraum viele hübsche Geschenkideen.

Tafel hofft auf Unterstützung der Bürgermeisterin

Das große Problem der Tafel ist augenblicklich der Platzbedarf. „Können wir die bisherigen Räumlichkeiten weiter nutzen?“, fragt sich die Vorsitzende, die in engem Kontakt mit der Bürgermeisterin steht und auf ihre Unterstützung hofft. Helma Spöring hat Hilfe zugesagt. „Wir können die gespendeten Sachen einfach nicht per Sackkarre irgendwohin transportieren.“ Gern würde die Tafel das 25-jährige Jubiläum in fünf Jahren richtig feiern. „Wir haben alle noch Lust und Spaß an unserer Arbeit.“

Büch vergisst in diesem Zusammenhang ihren Mann nicht. Manfred Büch hat sie über all die Jahre begleitet. „Ohne einen guten Partner geht es eben nicht.“ Und dann ist die Vorsitzende schon wieder unterwegs, kümmert sich mit ihrem Team um die Gäste, die an diesem Tag ins „mittendrin“ gekommen sind. - mü

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