Saisonbilanz im Weltvogelpark: Geschäftsführung wirft Blick zurück

Positiver als erwartet

Besucher können im Weltvogelpark Walsrode die Tiere hautnah erleben.
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Besucher können im Weltvogelpark Walsrode die Tiere hautnah erleben.

Walsrode – Viel Vogelnachwuchs und neue Attraktionen – mit einem an die Corona-Situation angepassten Programm startete der Weltvogelpark Walsrode am 15. Mai rund zwei Monate verspätet in die neue Saison. Auch wenn der Park auf die traditionell besucherstarken Feiertage im April und Anfang Mai verzichten musste, geht das Team nach fünfeinhalb Monaten mit einer positiven Bilanz in die Winterpause.

Der Weltvogelpark sei wieder das Ziel von Zigtausenden großen und kleinen Besuchern gewesen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Besucherreaktionen auf neue Attraktionen, darunter ein Bienenhaus und ein Schmetterlingsbereich, seien durchweg positiv gewesen. Trotz Corona habe es zahlreiche Höhepunkte und Neuerungen gegeben.

Beziehung zwischen Vögeln und Insekten

Die Zeit der Schließung sei gut genutzt worden, und mit dem Bienenhaus und dem Schmetterlingsbereich seien zwei neue Attraktionen dazugekommen. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Vögeln und Insekten spielten dort die Hauptrolle. So hätten Besucher auf mehreren Infotafeln Wissenswertes über die nützlichen Insekten erfahren, in einen wuseligen Bienenstock schauen können, und mit etwas Glück sei sogar ein Schmetterling auf dem still stehenden Besucher gelandet.

Neue Bewohner und Erweiterungen

Dieses Jahr schlüpften rund 600 Vogelbabys im Weltvogelpark. Dabei reichte die Spanne von der nur wenige Zentimeter großen Rostbauchamazilie, einer Kolibriart, bis hin zu den Riesenseeadlern mit einer Spannweite von bis zu zweieinhalb Metern. Rund 18 Vogelbabys waren es bei den Brillenpelikanen. Außerdem wurden vier der knallbunten Tiefland-Felsenhähne erfolgreich aufgezogen. Diese Tiere sind in Deutschland nur im Weltvogelpark zu sehen. Ein besonderer Höhepunkt unter den neuen Bewohnern waren die zwei Humboldt-Pinguine. Nach einer langen Brutzeit von 44 Tagen schlüpften die zwei kleinen Vögel, die jetzt im Oktober auf die Namen Frida und Muriel getauft wurden – ein großer Erfolg bei den gefährdeten Tieren.

Neben dem Nachwuchs gab es weitere Neuzugänge in den Gehegen. So waren zum Beispiel mehrere Bartvogelarten, der Kubatrogon oder auch der Schwarzkopfkiebitz seit einigen Wochen im Park zu sehen.

Das Gehege der Humboldt-Pinguine wurde dieses Jahr erweitert. So hätten jetzt nicht nur die schnellen Schwimmer mehr Platz, sondern es sei zusätzlich die Möglichkeit für größere „Meet & Greet“ mit bis zu sechs Personen geschaffen worden.

Solidarität der Besucher

„Wir haben uns sehr über die große Solidarität der Besucher gefreut. Die neuen Hygieneregeln wurden sehr positiv aufgenommen, und die Besucher halten sich an die Maskenpflicht in den Indoorbereichen des Parks und an die Abstandsregeln im gesamten Park. Das erleichtert unserem Team die Arbeit sehr“, erklärt Janina Ehrhardt, die Pressesprecherin des Weltvogelparks.

„Mit den Besucherzahlen seit der verspäteten Saisoneröffnung sind wir sehr zufrieden. Die normalerweise besucherstarken Frühlingsmonate mit Feiertagen wie Ostern und dem 1. Mai sind natürlich nicht aufzuholen. Wir haben nach der Öffnung bemerkt, dass sich die Besucherströme jetzt viel besser über die Woche verteilen – das hat sicher auch etwas damit zu tun, dass es keinen Präsenzunterricht in den Schulen gab. Dadurch wurden die für gewöhnlich besucherstarken Feiertage, Ferien oder Wochenenden entlastet.“ Auch am Wochenende seien an manchen Tagen die eingeplanten Zahlen erreicht worden. Insgesamt gesehen hätten die Besucherzahlen etwa 30 Prozent unter denen des Vorjahrs gelegen. Dies sei jedoch deutlich besser als es zu Beginn des Lockdowns prognostiziert worden sei.

Das Black-November-Special

Wer den Weltvogelpark aktiv unterstützen möchte, kann dies zum Beispiel mit dem Kauf einer Saisonkarte für 2021 tun oder sich ein hautnahes Erlebnis mit Pinguin, Papagei, Kolibri und Adler im Rahmen eines „Meet & Greet“ sichern, heißt es abschließend.

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