Kontrollen in Walsrode, Bomlitz, Hodenhagen und Schwarmstedt

Polizei: Zeichen gegen Drogen und Alkohol am Steuer

Die Groß-Kontrollstelle in der Moorstraße.

Walsrode - Polizeibeamte des Heidekreises führten am Montag, zwischen 13 und 19 Uhr, im Rahmen einer Kooperation mit Kollegen aus Celle Drogen- und Alkoholkontrollen durch. Dabei waren sie an der Moorstraße in Walsrode stationär vertreten und entsandten mobile Teams in die Bereiche Walsrode, Bomlitz, Hodenhagen und Schwarmstedt.

Die Kontrollen kämen überraschend, sollten abschrecken und so ganz nebenbei noch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken, erklärte der Einsatzleiter Polizeihauptkommissar Michael Reiter von der Inspektion Heidekreis. Er und seine eingesetzten Kräfte hatten alle Hände voll zu tun.

Am Ende der Walsroder Moorstraße hatte die Polizei direkt vor der Feuerwehr eine Großkontrollstelle auf-gebaut. Diverse Teams standen bereit, um Fahrer und Autos zu überprüfen. Laufend wurden an der Kreuzung Bergstraße Fahrzeuge in die Moorstraße gewunken.

Ein der Polizei schon bekannter Drogenkonsument, wie sich später anhand des Kennzeichens herausstellte, bog nicht in die Moorstraße ein. Stattdessen flüchtete er, verfolgt von Streifenwagen mit Blaulicht. Die Verfolgungsfahrt führte nicht zum Erfolg, der Verdächtige konnte nicht sofort gestellt werden. Aber Reiter gab sich gelassen. Man habe ja das Fahrzeugkennzeichen. Entsprechende weitere Überprüfungen und Fahndungsmaßnahmen wurden daraufhin mit den mobilen Einsatzkräften abgesprochen.

Einigen jungen Fahrern wurde an der Kontrollstelle bei der Feuerwehr schon etwas mulmig in der Magengegend. Ein junger Rethemer, Anfang 20, war zum ersten Mal überhaupt in eine Polizeikontrolle geraten. Zwei speziell geschulte Einsatzkräfte, sprachen ihn an und erklärten Sinn und Zweck der Maßnahme. Bereitwillig unterzog sich der Rethemer einigen kleinen Tests. „Schauen sie mal auf meinen Kugelschreiber, wenn ich ihn hin und her bewege“, so der Drogenkontrolleur. Der Fahrzeugführer wirkte nun noch deutlich nervöser, aber schließlich erlösten ihn die Beamten nach der Kontrolle von Fahrzeug- und Führerschein. Erleichtert aufatmend stieg er wieder in sein Auto. Auf die Kontrolle angesprochen, fand er die Maßnahme der Polizei völlig richtig. Es seien in der jüngsten Zeit zu viele Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss geschehen. Da seien solche Kontrollen zur Abschreckung durchaus gut und richtig.

So wie er äußerten sich viele junge Fahrer und zeigten Verständnis für die Arbeit der Polizei. Dies mache die Straßen für sie sicherer.

Einigen Autofahrern erging es jedoch anders, wie dem zusammenfassenden Ergebnis der Polizeiinspektion Heidekreis zu entnehmen war. Junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren seien die Zielgruppe bei den Kontrollen, erklärte Reiter. 40 Beamten kontrollierten an diesem Tag 173 Autos und zwei Motorräder. Sie stellten mit Hilfe eines Drogenhundes 170 Gramm Marihuana, drei Gramm Kokain, sechs Gramm Crystal Meth und 5 000 Euro vermeintliches Drogengeld sicher.

In zwei Fällen ließen die Fahnder eine Blutprobe wegen des Verdachts des Drogenkonsums entnehmen. In einem dritten Fall hatte ein Fahranfänger verbotenerweise Alkohol getrunken.

Darüber hinaus ahndeten die Polizisten ein Fahren ohne Fahrerlaubnis, acht Verstöße gegen die Sraßenverkehrsordnung und zwei gegen die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. So war unter andere eine Radfahrerin vor den Augen der Beamten bei Rot über eine Kreuzung gefahren. - hf

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