Eine Entdeckungsreise der gefiederten Art

Park-Test: Weltvogelpark Walsrode

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Der Rote Sichler zieht im Vogelpark mit seiner Farbe die Blicke auf sich.

Walsrode - Von Vivian Krause. „Gefiederte Stars warten auf deinen Besuch“, lockt die Homepage des Weltvogelparks Walsrode: 4 000 Vögel an der Zahl sind es demnach, die den Besucher begrüßen. Den kleinsten, gefährlichsten, stärksten und lustigsten Vogel könne man sehen. Also, nichts wie hin.

Durch den Souvenirshop geht es direkt in den Eingangsbereich des Parks. Nach einer kurzen Orientierung auf der Karte und einem Blick auf die Uhr kann es losgehen. Denn: Shows und Fütterungen finden täglich zu festen Zeiten statt.

Die Entdeckungsreise erstreckt sich über 24 Hektar voller Vögel in Freigehegen, Anlagen und Hallen. Und zu entdecken gibt es auf dem etwa vier Kilometer langen, barrierefreien Rundweg reichlich. Besucher brauchen ein scharfes Auge, denn manche Vögel tarnen sich ziemlich gut.

Gehege reiht sich an Gehege, in denen die unterschiedlichsten Vogelarten in allen erdenklichen Farben und Größen herumfliegen. So zieht beispielsweise ein Roter Sichler aus Südamerika mit seiner grellen Farbe die Blicke auf sich. Die käme durch die Ernährung: kleine Krebstiere, klärt das Schild am Gehege auf. Daneben sind darauf auch ein Bild, Größe und Gewicht, Lebensraum, Nahrung und weitere Infos zum Vogel notiert, um das Tier eindeutig zu identifizieren. Sogar für Vogel-Laien machbar.

Die Wege zu den verschiedenen Hallen und Anlagen – Regenwaldhalle, Sittich- und Greifvogelanlage, Uhu-Burg und das Kolibri-Haus sind nur eine Auswahl – sind gesäumt von idyllischer Natur und etlichen Sitzmöglichkeiten. In der Vogelerlebniswelt „Toowoomba“ können Loris aus nächster Nähe beobachtet und mit sogenanntem Lori-Nektar auf die Hände oder Arme gelockt werden.

Impressionen Vogelpark Walsrode

Ein paar Meter weiter kann man die Vögeln in der Freiflughalle mit gekauften Mehlwürmern für 50 Cent um sich scharen.

Doch beim ganzen Suchen, Staunen und Horchen sollte man die Uhr im Blick behalten. Denn Europas größte Flugshow – wie der Park wirbt – wartet zwei Mal am Tag auf die Besucher. Ganz nah kommen den Zuschauern hier unter anderem Adler und Greifvögel. Bei der 30-minütigen Show fliegt der Wanderfalke „Flash“ mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von etwa 140 Kilometern pro Stunde extrem knapp über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Der größte Bewohner des Parks, Andenkondor „Macho“ mit einer Flügelspannbreite von über drei Metern, gleitet über die große Wiese des Parks. Ein traumhaftes Abschlussbild bieten etwa 50 Vögel, die in Schwärmen über den Köpfen der Zuschauer kreisen. Wirklich beeindruckend.

Ein „ohhh“ entfleucht wahrscheinlich jedem Besucher, zumindest jedem weiblichen, wenn man einen Blick hinter die Scheiben der Baby-Aufzuchtstation wirft.

Ein weiteres Highlight ist die Pinguin-Fütterung. Ein Pfleger und eine Jugendliche, die ein sogenanntes „Meet & Greet“ zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, stehen im Gehege und werfen kleine Fische in die Schnäbel der hungrigen Tiere. Etliche Besucher sitzen derweil bequem auf der Mauer, die das Gehege umrahmt. Dann sollen die Zuschauer „die Mauer frei machen“ und die Kleinen watscheln diese im Pinguinmarsch entlang. Gestreichelt werden dürfen sie auch.

Zwei Restaurants, mobile Eiswagen und Imbisse sorgen für genügend Stärkung zwischendurch. Auch Kinder kommen mit vier Spielplätzen nicht zu kurz.

Fazit: Die Vielzahl an gefiederten Schönheiten ist enorm. Die Fütterungen und Shows sind etwas ganz Außergewöhnliches. Zu den Shows kann man sich frühzeitig „gute Plätze“ sichern, kommt aber auch ohne diese nah ans Geschehen ran.

Ein Ausflugsziel für jeden, der Faszination, Natur und aufregende Shows miteinander verbinden will. Vor allem für Familien mit geduldigen, mutigen und entdeckerischen Kindern empfehlenswert.

Erwachsene zahlen 19 Euro, Kinder von vier bis zwölf Jahren 14 Euro Eintritt. Auch gibt es unterschiedliche Rabatte. Geburtstagskinder kommen sogar umsonst in den Park.

Vom 21. März bis zum 1. November hat der Vogelpark ab 10 Uhr geöffnet. Je nach Saison können Besucher bis spätestens 19 Uhr bleiben.

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