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OP-Bedarf aus dem Heidekreis für Kliniken in Kiew

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Dr. Benjamin Rebhan und Ehefrau Sophie Rebhan holen die OP-Instrumentarien aus dem
Dr. Benjamin Rebhan und Ehefrau Sophie Rebhan holen die OP-Instrumentarien aus dem Heidekreis-Klinikum ab. © Heidekreis-Klinikum/Nina Bernard

Als Arzt ist es für den Soltauer Mediziner quasi selbstverständlich, den Kollegen in der Ukraine zu helfen. Er hat aber auch einen ganz persönlichen Grund für die Unterstützung.

Heidekreis – Die Praxis Dr. Benjamin Rebhan in Soltau hat einen privaten Hilfstransport mit Medikamenten, OP-Verbrauchsmaterialien und OP-Bestecken an die ukrainische Grenze organisiert. Unterstützt werden Rebhan und sein Praxisteam durch Spenden der Sonnen-Apotheke in Munster, der Firma first medical aus dem Erzgebirge und dem Heidekreis-Klinikum (HKK).

Rebhan: „Unsere Unterstützung für die Ukraine ist auch sehr persönlicher Natur, da mein Kollege und Freund Dr. Oleg Yastrebov aus der Ukraine stammt und dort noch seine Familie und Freunde leben. Direkt in Kiew. Vor nur vier Wochen war er selber noch in Kiew und hat operiert.“

OP-Besteck wird auch für die Versorgung von Verwundeten benötigt.
OP-Besteck wird auch für die Versorgung von Verwundeten benötigt. © HKK/Nina Bernard

Yastrebov, so heißt es eine HKK-Pressemitteilung, stehe mit seinen ärztlichen Kollegen in Kiew in engem Kontakt. „Daher wissen wir, was vor Ort gebraucht wird“, so Benjamin Rebhan, dessen großer Dank nun den Geschäftspartnern gilt. „Mit ihrer großzügigen Hilfe und ihren Spenden haben wir bereits wichtige, für Operationen benötigte Medikamente und OP-Verbrauchsmaterialien, sammeln können.“

Dank großzügiger Unterstützer kamen zahlreiche Spenden zusammen.
Dank großzügiger Unterstützer kamen zahlreiche Spenden zusammen. © HKK/Nina Bernard

Es fehlen aber weiterhin in den Krankenhäusern OP-Instrumentarien, um Verwundete versorgen und Operationen durchführen zu können. Auf Rebhans Nachfrage beim Heidekreis-Klinikum kam eine spontane Zusage für diese großzügige Spende. „Das zeigt wie solidarisch wir zusammenhalten und helfen wollen“, so der Soltauer Mediziner.

Spätestens in dieser Woche wird sich der Hilfstransport auf den Weg an die ukrainische Grenze machen. Benjamin Rebhan: „Der Transport ist organisiert –  und durch unsere engen Kontakte in die Ukraine wissen wir, dass die Sachen in den Krankenhäusern in Kiew bei unseren ärztlichen Kollegen ankommen. Aktuell sind wir bemüht, Schutzhelme und Splitterschutzwesten zu organisieren: für die Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine, den Transport, aber auch für die Menschen vor Ort im Krankenhaus.“

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