Tag der offenen Tür der Palliativstation am 9. März am Heidekreis-Klinikum

Ganzheitliche Betreuung

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Anke Feierabend mit Patientin bei der kunsttherapeutischen Arbeit.

Walsrode - Die Palliativstation am Heidekreis-Klinikum Walsrode öffnet ihre Türen am Mittwoch, 9. März, dem Palliativtag, ihre Türen für Besucher. Menschen mit unheilbaren Erkrankungen auf ihrem letzten Weg zu begleiten, ist nicht leicht. Die Palliativstation biete neben der medizinischen Behandlung durch Ärzte und Pflegende weitere Möglichkeiten zur ganzheitlichen Betreuung in der Sterbebegleitung, heißt es in einer Pressemitteilung: Die Therapeutinnen Ana Maria Blumenstock und Anke Feierabend widmeten sich den Patienten mit viel Einfühlungsvermögen und künstlerischer Energie.

Alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich über die Kunst- und Musiktherapie zu informieren sowie etwas über die Erfahrungen der beiden Frauen zu hören. Das Programm beginnt um 15 Uhr im Foyer des Heidekreis-Klinikums am Standort Walsrode mit der Vorstellung der Palliativstation und ihren Angeboten. Um 18 Uhr wechselt die Veranstaltung in den großen Schwesternsaal in der Saarstraße 16, wo Prof. Dr. med. Nils Schneider, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, einen Vortrag zum Thema „Palliative Versorgung für Patienten in Niedersachsen“ hält. Um 20 Uhr folgt der letzte Programmpunkt im Capitol Theater Walsrode. Gezeigt wird der Film „Berührungsängste“, der die Konfrontation mit dem Thema Tod durch Begegnungen mit Sterbenden veranschaulicht.

Ana Maria Blumenstock und Anke Feierabend haben es sich zur Herzensangelegenheit gemacht, den voraussichtlich letzten Lebensabschnitt mit menschlichem und kreativem Beisammensein zu füllen, aber auch das Loslassen geliebter Menschen und den anschließenden Trauerprozess zu begleiten. Die Palliativstation finanziert diese Maßnahme zu 100 Prozent aus Spenden von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen.

Gemeinsam mit Ana Maria Blumenstock kann beispielsweise auf Klanginstrumenten gespielt und dazu gesungen oder einfach nur den beruhigenden Melodien gelauscht werden. Die Diplom-Musiktherapeutin erlebt in der Musik das emotionale Zusammensein mit den Patienten und eine spirituelle Verschmelzung, „wenn durch Musik Stille entsteht“. Die Begegnungen mit den Menschen auf der Palliativstation und die mit ihnen verbrachten Momente, von denen sie oft nicht weiß, ob es die letzten waren, liegen ihr am Herzen.

Anke Feierabend lässt die Patienten mit zeichnerischen Arbeiten und Kalligraphie, einer künstlerischen Schönschrift, in andere Welten eintauchen. Über ihre kunsttherapeutische Tätigkeit auf der Station sagt sie: „Ich fühle mich jedes Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Die Entwicklung eines Kunstwerkes nach individuellen Wünschen, seine farbliche Gestaltung und die während der Umsetzung geführten Gespräche bleiben für sie unvergesslich. Besonders das Erlebnis am Krankenbett eines jungen Mannes bewegt sie bis heute: Beim Anfertigen eines Schriftzuges für den Patienten führt sie eine intensive Unterhaltung mit dessen Bruder, „die Fragen des jungen Mannes purzelten nur so aus ihm heraus – es schien, als habe er noch nie zuvor jemanden all das fragen können. Als er wissen wollte, wie es sei, wenn ein Bruder sterbe, wurde auch dieses Thema – alles unter Einbeziehung seines sterbenden Bruders – thematisiert.“

Die Begegnungen, in denen gezeichnet, musiziert, gelacht, geweint und gesprochen werden, schenken den Erkrankten ganz besondere Momente.

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