Niedersächsische Musiktage: „Abenteuer“ / Konzert in der Stadthalle Walsrode

Von Teufel und Schicksal

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KSK-Vorstand Tim Nikelski, die TriBuehne-Vorstände Sandra Zwischenbrugger-Meyer und Karl-Heinrich Hofius, Matthias Schröder und Markus Grunwald (v.l.).

Walsrode - Auf einen ganz besonderen, abenteuerlichen Abend dürfen sich die Besucher des Walsroder Konzerts im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage am Sonnabend, 26. September, freuen.

Im Mittelpunkt steht „L‘histoire du soldat“, für Orchester mit Sprecher, von Igor Strawinski und Charles-Ferdinand Ramuz, dargeboten von Sprecher Dominique Horwitz und dem Arte Ensemble Hannover. Anschließend spielt die NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Andrew Manze die Symphonie Nr. 5 in c-Moll, op. 67, die so genannte „Schicksalssinfonie“, von Ludwig van Beethoven.

Matthias Schröder, Vorsitzender der Kreissparkasse Walsrode, sprach gestern beim Pressetermin von einem herausragenden Ereignis und einem der Höhepunkte der diesjährigen Musiktage, die unter dem Motto „Abenteuer“ stehen. „Ich freue mich persönlich darauf.“

Horwitz habe Witz in der Stimme, lobte der Vorstandsvorsitzende. Der Schauspieler und Sänger übernimmt alle drei Rollen des Werkes, die des Erzählers, des Soldaten und die des Teufels. „Das ist sehr beeindruckend“, sagte Markus Grunwald, KSK-Pressesprecher. Horwitz‘ Botschaft sei, dass das Böse überall lauere. Man müsse aber auf das Gute hören.

Das, was der Soldat in der Geschichte von Ramuz erlebt, die ihren Ursprung in einer altrussischen Moritatensammlung hat, ist neben vielen anderen Aspekten reichlich abenteuerlich: Er lässt sich auf einen Handel mit dem Teufel ein, tauscht seine geliebte Geige gegen ein Zauberbuch, verliert seine Braut, trinkt mit dem Teufel und erobert seine Geige zurück.

Die NDR Radiophilharmonie besteht aus 60 Musikern. Sie sei ein Garant für Qualität auf der Bühne, erzählte Grunwald. Wegen der Größe des Orchesters gebe es in der Stadthalle allerdings nur 500 Besucherplätze.

Die KSK Walsrode und der Verein TriBuehne sind Veranstalter des Abends, der um 20 Uhr in der Walsroder Stadthalle beginnt. Die KSK investiere mehr als in den Vorjahren, verriet Schröder. In der Nähe der Landeshauptstadt gebe es viele große Kulturfreunde, die ein solches Angebot zu schätzen wüssten. „In einer Region lebt man nur dann, wenn man kulturell entsprechende Angebote vorfindet.“ Intendantin Katrin Zagrosek habe ihnen „Die Geschichte vom Soldaten“ vorgestellt und gesagt, dass sie im Zentrum Nordniedersachsens, an einem gut erreichbaren Ort, gerne etwas Besonderes platzieren möchte.

TriBuehne-Vorsitzender Karl-Heinrich Hofius lobte die KSK: Der Verein werde durch eine solche Partnerschaft viel mehr gefördert als durch finanzielle Zuschüsse. „Ich bin gespannt auf das, was da kommt.“

Übrigens erhält jeder Sparkassenkunde als kleine Aufmerksamkeit ein Glas Sekt in der Pause.

Tickets sind zum Preis von 15 bis 30 Euro an folgenden Stellen erhältlich: bei den Niedersächsischen Musiktagen, Telefon 0800/45665400 (kostenfrei) oder www.musiktage.de, beim Verein TriBuehne, Telefon 05161/989721. Außerdem sind Karten in allen Geschäftsstellen der Kreissparkasse Walsrode unter Angabe der eigenen Telefonnummer bestellbar.

sal

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