Land würde Fördermittel bereitstellen

Nagelneues Krankenhaus für den Heidekreis

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Geschäftsführer Dr. Christof Kugler, Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Norden, Landrat Manfred Ostermann und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Zinke informierten über Pläne, ein neues zentrales Krankenhaus zu bauen.

Heidekreis - Von Erika Wennhold. Mit völlig unerwarteten Nachrichten kehrte am Mittwoch vergangener Woche eine kleine Delegation aus dem Heidekreis aus dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Hannover zurück: Statt eine Zusage für die Förderung des Heidekreisklinikums mit Standorten in Walsrode und Soltau in der Tasche zu haben, mussten die Beteiligten plötzlich in ganz anderen Dimensionen denken – den Neubau eines zentralen Krankenhauses.

Ein Thema, dass schon häufiger im Kreishaus diskutiert, aber wegen der hohen Kosten und der fehlenden Akzeptanz immer wieder verworfen wurde. Doch die Zeiten ändern sich und so sprach nicht nur der Aufsichtsratsvorsitzende des Heidkreisklinikums, Hermann Norden, von einer großen Chance, die man nicht verstreichen lassen sollte. Offensichtlich ist in Hannover deutlich signalisiert worden, dass man bereit ist, einen Neubau mit einem Investitionsvolumen von voraussichtlich 200 Millionen Euro großzügig bezuschussen zu wollen.

Landrat Manfred Ostermann sprach während einer Pressekonferenz im Kreishaus in Bad Fallingbostel von einem Anteil in Höhe von 50 Millionen Euro, die der Landkreis finanzieren müsste. Angesichts jährlicher Zuschüsse in Höhe von 9 bis 10 Millionen Euro für das Heidkreisklinikum mit beiden Häusern offensichtlich zu verschmerzen. Manfred Ostermann: „Vielleicht schreibt ein in medizinischer und technischer Hinsicht modernes Krankenhaus schwarze Zahlen.“

Es bleibt wenig Zeit

Lange nachdenken können weder der Aufsichtsrat noch der Landkreis oder die Geschäftsführung des Klinikums. Hermann Norden: „Wenn im Juni der Planungsausschuss im Landtag berät, muss klar sein, welchen Weg wir gehen wollen.“

Es bleibt wenig Zeit, dennoch soll im Rahmen einer Projektentwicklung in einem offenen Prozess mit allen Beteiligten weiter vorangeschritten werden. Die Öffentlichkeit soll im Rahmen einer Gesundheitskonferenz detailliert informiert werden.

Die beiden Bürgermeister der Städte Walsrode und Soltau, der Kreistag, der Aufsichtsrat, die Geschäftsführung und die Beschäftigten des Klinikums wissen Bescheid über die kühnen Pläne. 

Standortfrage offen

Während Aufsichtsrat und Geschäftsführung einstimmig eine Fortentwicklung dieser Idee befürworten, muss abgewartet werden, wie die Bevölkerung reagiert. Bürgermeisterin Helma Spöring und ihr Kollege in Soltau, Helge Röbbert, sollen positiv auf die Nachricht reagiert haben.

Was bleibt, ist nicht nur die Frage nach einem geeigneten Standort beziehungsweise Grundstück (zentral und in der Nähe der Autobahn), sondern auch die Frage, was mit den alten Krankenhäusern geschehen soll, wenn in fünf Jahren das neue eingeweiht werden sollte.

Klar ist schon jetzt, dass dafür mehr Zeit bleiben wird, als für die aktuelle Entscheidung pro oder kontra Krankenhausneubau.

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