Klinik-Neubau: Entwurf 1122 gewinnt Architektenwettbewerb

„Modell hat uns überzeugt“

Der Siegerentwurf des europaweiten Architektenwettbewerbs für das zentrale Heidekreis-Klinikum.
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So sieht der Siegerentwurf des europaweiten Architektenwettbewerbs für das zentrale Heidekreis-Klinikum aus.

Die 25-köpfige Jury hat sich am Dienstag auf einen Siegerentwurf des europaweiten Architektenwettbewerbs für den Neubau eines zentralen Heidekreis-Klinikums entschieden.

16 eingereichte Modelle

Bad Fallingbostel – Der Architektenwettbewerb ist entschieden. Zwei Tage lang diskutierte das 25-köpfige Preisgericht in einem teildigitalen Treffen über die 16 erarbeiteten Modelle und Pläne für den Neubau des Heidekreis-Klinikums (HKK). Am Ende siegte der Entwurf 1122. Geschäftsführer Dr. Achim Rogge: „17 Preisrichtende haben unter strengen – und mit dem Gesundheitsamt abgestimmten – Hygienerichtlinien getagt.“

Einstimmige Entscheidung

Um 14.04 Uhr sei am Dienstag die einstimmige Entscheidung für den „Entwurf 1122“ gefallen, erfuhr die Presse zwei Stunden später in einer Pressekonferenz. Der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Aldinger, sprach im Namen des gesamten Preisgerichts die Empfehlung aus, diesen Vorschlag umzusetzen. Hinter den Zahlen 1122 verbirgt sich die Architektengruppe Schweitzer und Partner aus Braunschweig mit Haschler Jehle Objektplanung GmbH Berlin und nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB schonhoff schadzek depenbrock, Hannover.

Anlage in U-Form

Die gesamte Anlage ist in U-Form angelegt: Von der zentral gelegenen, zweigeschossigen und lichtdurchfluteten Eingangshalle aus entfaltet sich eine Magistrale zu beiden Seiten und führt lauffähige Patienten auf übersichtlichen und kurzen Wegen zu den Untersuchungs- und Behandlungsbereichen. Rogge: „Dieses Modell hat besonders viele Anforderungen, die wir in unserem Betriebsorganisationskonzept festgehalten haben, erfüllt.“

Bei der Prüfung seien die führenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HKK immer wieder eingebunden worden. So sei erreicht worden, dass die Geriatrie und die Palliativabteilung ebenerdig zu erreichen seien.

Hermann Norden und Achim Rogge freuten sich über die einstimmige Entscheidung. Norden: „Der Siegerentwurf hat unsere hohen Erwartungen an die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit zum einen und andererseits unseren großen Wunsch, ein Klinikum für Patienten, Mitarbeitende und Besucher zu entwerfen, das auch Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt, erfüllt.“

Kostenrahmen soll eingehalten werden

Zu den Kosten sagte Rogge, dass darauf geachtet worden sei, die vorgegebene Bausumme von rund 200 Millionen Euro einzuhalten, wobei das Land auf ständige Kostensteigerungen von 0,3 Prozent pro Jahr hingewiesen habe. Der Siegerentwurf sei die mit Abstand kosteneffizienteste Lösung gewesen. Rogge: „Wir bekommen ein sehr luftiges Haus, das Patienten und Mediziner gleichermaßen positiv anspricht und eine hohe Qualität mit Zukunftschancen haben wird.“

Der Landrat zeigte sich überzeugt vom Siegermodell. „Mir ging es darum, dass die Kosten im Rahmen bleiben, aber auch Patienten und Mediziner ein gutes Zuhause finden. Das ist mit diesem Entwurf erreicht. Zustimmung auch von der Fallingbostelerin Bürgermeisterin: „Wir bekommen ein gutes neues Haus in Bad Fallingbostel.“

Jetzt folgen Feinabstimmungen

Wie geht es jetzt mit dem Neubau-Projekt weiter? Uwe Drost von D & K drost consult erklärte: „Niemand darf jetzt denken, dass alle Planungen abgeschlossen sind. Wir haben jetzt sozusagen die Vorarbeit für die Hauptarbeit ausgewählt. Nun wird es um die Feinabstimmungen und Verbesserungswünsche der Auftraggeberin, dem Heidekreis-Klinikum, gehen. Das nach europäischem Recht notwendige Vergabeverfahren wird mit den notwendigen Bietergesprächen fortgeführt.“ Die Beteiligten seien sich aber sicher, dass die Bauunterlagen rechtzeitig bis zum Stichtag Ende September 2021 vorgelegt werden könnten.

Zu den Fach- und Sachpreisrichtenden gehörten unter anderem Guido von Benken, Architekt und Referent für Krankenhausbauplanung und Finanzierung im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie Baudirektorin und Architektin Elisabeth Meyer-Pfeffermann, Leiterin des Referats Krankenhausbau beim Niedersächsischen Landesamt, Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper, Bad Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey, ihre Walsroder Amtskollegin Helma Spöring, der Vorsitzende des Aufsichtsrates Hermann Norden, Achim Rogge und Landrat Manfred Ostermann.  mü/nb

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