32 Maßnahmen angemeldet

Millionen für die Walsroder  Innenstadt

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Mehr als 80 Walsroder Bürger waren ins „mittendrin“ gekommen, um bei der Vorstellung des Rahmenplans dabei zu sein.

Walsrode - Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring strahlte über das ganze Gesicht: „Ich freue mich über die große Resonanz auf unsere Einladung zu diesem Abschlussgespräch für die Innenstadt-Sanierung.“ Mehr als 80 Bürger waren ins Kulturzentrum „mittendrin“ gekommen.

2015 hatten die ersten Voruntersuchungen eines Hamburger Planungsbüros in Walsrode begonnen. Am 9. Juli 2017 folgte der Startschuss für die wohl größte Bau- und Sanierungsmaßnahme in Walsrodes Innenstadt. Ziel von Verwaltung, Rat und Bürgern sei es, die City attraktiver zu gestalten, um Gäste in die Innenstadt zu holen und diese auch für die Walsroder wieder attraktiv zu gestalten, so Spöring.

Es wurden Arbeitskreise gebildet, Schüler zum Mitmachen angeregt (Stadtplaner Süßmann: „Auf ihre Ideen wären wir nie gekommen“), es wurden viele Bürgervorschläge berücksichtigt. Nun präsentierten die Verantwortlichen das Ergebnis. Stadtplaner Michael Rüssmann erzählte, dass mit der ersten und wichtigsten Maßnahme, dem Bau eines Fußweges mitten durch die Kernstadt, bereits im Sommer begonnen werde. Die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern laufen den Planern zufolge positiv.

Fußgängerzone ja oder nein: Über den Großen Graben in Walsrode wird heftig diskutiert.

Die Stadt kann mit einem Kostenrahmen von bis zu neun Millionen Euro im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes „Aktive Stadt- und Ortseilzentren“ planen. Die Förderzeit läuft 2026 aus. Maßnahmen an städtischen Gebäuden beziehungsweise an Privatwohnungen werden zurzeit mit bis zu 90 Prozent gefördert. „Das wird wahrscheinlich nicht immer so sein. Wir werden aber immerhin mit bis zu 75 Prozent rechnen können“, sagten die Stadtplaner. Interessenten könnten sich noch mit der Verwaltung in Verbindung setzen. Der den Bürgern präsentierte Entwurf des Rahmenplanes muss vom Rat beschlossen und dann dem Land vorgelegt werden.

Zum Thema Verkehr gab es unterschiedliche Meinungen. So ging es um die Reduzierung oder sogar die Einstellung des Fahrzeugverkehrs im Großen Graben. Der Rathausvorplatz soll so hergerichtet werden, dass dort Events stattfinden können. Aber er soll schöner werden. Die Überdachung zwischen altem und neuem Rathaus soll nach Vorstellungen der Planer weichen, um das Areal „frischer“ zu gestalten.

Stadt hat das Puls-Gelände verkauft

Die Bürger erfuhren, dass die Stadt das Puls-Gelände verkauft hat. Es gibt Planungen für den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses. Das alte Gebäude wird noch in diesem Jahr abgerissen. Auf dem Postgelände sollen zusätzliche Parkflächen geschaffen werden. Diskutiert wird die Errichtung eines Parkhauses.

Weitere Maßnahmen sollen ein neues Parkleitsystem, die Schaffung weiterer Parkplätze und ein Beschilderungssystem für ortsfremde Fußgänger und Radfahrer im Bereich des Klosters, des Fulde-Parks, der Touristeninfo und des Erlebnisbades werden. Die Gerbergasse soll baulich anders gestaltet werden, die Parkpalette an der Stadthalle verbessert und auf dem Spielplatz an der Fulda ein Aufenthaltsraum gestaltet werden. Dies waren nur einige der Vorschläge.

Fördergelder in einer Höhe von rund 2,5 Millionen Euro zur Sanierung leer stehender und ortsbildprägender Gebäude im Sanierungsgebiet Innenstadt stehen außerdem zur Verfügung. Der Stadt liegt laut Stadtplaner eine entsprechende Liste vor. - mü

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