Initiative „Die Heide ist bunt“ zieht erste Bilanz

Für mehr Toleranz und Vielfalt

Timo Albeshausen, Tanja Kühne, Ralf Wiechers, Ellen Gause und Joachim Wiebring (v.l.). - Foto: Wehler

Walsrode - Die Initiative „Die Heide ist bunt“ war schnell gegründet – und das auch noch einmütig und parteiübergreifend. „Bunter Regenschirm“ hieß die erste Aktion, um für Aufmerksamkeit zu sorgen. Rund 700 bunte Exemplare wurden beschafft, um sie als Symbol für einen bunte und tolerante Gesellschaft im Heidekreis an den Mann oder die Frau zubringen. Elle Gause, Joachim Wiebring, Tanja Kühne und Timo Albeshausen von der Initiative zogen nun eine erste Bilanz der Aktion. Außerdem überreichten sie 2 350 Euro aus dem Schirmverkauf an Ralf Wiechers aus dem Leitungsteam des Oerbker DRK-Flüchtlingscamps Ost.

Dieser nahm die Summe dankbar entgegen. Das gespendete Geld soll den Flüchtlingen zugutekommen und für zusätzlichen individuellen Sprachunterricht mit PC-Modulen eingesetzt werden. Wiechers erklärte, dass es ein Wunsch vieler Flüchtlinge sei, über den angebotenen Deutschunterricht hinaus die Sprache schneller zu vertiefen. Dafür sollen neue Sprachlernprogramme sorgen, die auf vom Innenministerium in Hannover zur Verfügung gestellten Computern installiert werden.

Die Erlöse aus den Restverkäufen der Schirme sollen eventuell der Kreisjugendfeuerwehr gespendet werden, von der sich die Organisatoren wünschen, dass junge Migranten in die Jugendwehr integriert werden.

Gause und die anderen sagten, dass die Präsentation der Schirme vor dem Walsroder Rathaus und der Versuch einer Menschenkette rund um den Klostersee hätten erfolgreicher sein können. Aber es habe sich um einen guten Auftakt gehandelt.

Es seien jedenfalls mehr Schirme verkauft worden, als am Klostersee gezeigt wurden, erläuterte Wiebring. Von den rund 700 Exemplaren seien noch mindestens 100 in den Bürgerbüros von Walsrode, Bad Fallingbostel, Bomlitz, Soltau, Rethem und Schwarmstedt vorhanden. Sie können für jeweils fünf Euro erworben werden.

Nach dem Auftakt will sich die Initiative „Die Heide ist bunt“ jetzt weitere Aktionen überlegen.

hf

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