„Mehr Anerkennung für die Ausbildung“

Kai Hewelt ist neuer Leiter des Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrums Walsrode

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Der SPD-Landtagsabgeordnete Sebastian Zinke, Alfons Aigner, Landrat Manfred Ostermann, Kai Hewelt, Ehefrau Anja und Helma Spöring (von links).

Walsrode - Es war in einer sonst straffen Veranstaltung im Hilperdinger Saal in Walsrode ein kleiner emotionaler Höhepunkt, als sich Kai Hewelt, der neue Leiter des Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrums Walsrode gestern Vormittag an seine Frau Anja wendete: „Ich habe Dir viel zu verdanken. Ich danke Dir und liebe Dich.“

Hewelt wurde im Beisein von mehr als 160 Gästen durch Alfons Aigner, Präsident der Bundespolizeiakademie, in sein neues Amt als „Chef“ der Walsroder Bundespolizei eingeführt. Mit ihm komme, so Aigner, ein sehr erfahrener Bundespolizei-Beamter nach Walsrode. „Wir sind sehr froh, dass er diese herausragende Aufgabe in Walsrode übernommen hat.“ Hewelt war unter anderem beim G20-Treffen in Hamburg in hauptverantwortlicher Position tätig.

Der in Uelzen lebende Polizeioberrat setzte sich in seiner Rede für eine sehr notwendige Renovierung und Ergänzung der Walsroder Einheit ein. „Wir müssen neue Trainingsstellen schaffen, Gebäude renovieren und mehr Bürokräfte einstellen. Das Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum (AFZ) muss erweitert werden.“ Schon heute würden die 400 zur Verfügung stehenden Betten bei Weitem nicht ausreichen. 252 Mitarbeiter seien in Walsrode beschäftigt, zurzeit würden 500 Polizeimeisteranwärter von einem hervorragenden Ausbildungsteam geschult.

Hewelt unterstrich, dass er den Kontakt zur heimischen Bevölkerung, zu den politischen Gremien vor Ort und zur Wirtschaft verstärken möchte. Und an seine eigenen Vorgesetzten in Bund und Land ein klares Wort: „Das Ansehen unserer Ausbildung muss unbedingt gesteigert werden.“

Aigner hatte auf die wachsende Bedeutung der Polizei im Land hingewiesen. „Unsere Aufgaben haben sich gerade in den letzten Jahren stark verändert.“ Der Bürger habe ein Recht, geschützt zu werden. Darum habe der Bund erste klare Zeichen gesetzt, werde mehr als 8 000 Beamte neu einstellen. Der Zulauf zur Bundespolizei sei bundesweit sehr groß, so Aigner. Es gelte jetzt, die Ausbildungszentren zu stärken, neue zu schaffen und die Ausbildung auf die neuen internationalen Themen einzustellen. „Walsrode war immer schon ein sehr gutes Ausbildungszentrum“, lobte der Präsident das Trainerteam und wünschte Hewelt eine gute Hand für seine künftigen Aufgaben.

Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring drückte die Verbundenheit der Stadt und der Region mit „unserer“ Bundespolizei aus. „Wir sind mit Ihnen durch dick und dünn gegangen und haben uns gemeinsam für den Standort Walsrode erfolgreich eingesetzt.“ Das werde in Zukunft so bleiben. 

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