Malerei und Skulpturen fesseln Betrachter

„Dunkler Schatten Krieg“

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Bürgermeisterin Helma Spöring eröffnete die Ausstellung vor mehr als 200 Gästen in Walsrode.

Walsrode - Walsrode, plötzlich genannt im Reigen der Kunstmetropolen. Das ist dem Galeristen-Paar Ursula und Werner Hohmann und ihren Kontakten zu verdanken. Und diesen Dank stellte auch Bürgermeisterin Helma Spöring an die erste Stelle, als sie die außergewöhnliche Ausstellung „Dunkler Schatten Krieg“ mit Werken von Wiebke Kramer, Hamburg, und Waldemar Cichon, Elblag/Polen, im Fitness-Haus Walsrode (ehemals Möbelhaus Hesse) eröffnete. Dank Sponsoren ist es der Stadt und der Galerie gelungen, die Schau zum Thema „70 Jahre danach“ zu zeigen.

Ausstellung bis

zum 7. Juni

In ihren großformatigen Bildcollagen zeigt die 1936 geborene Hamburger Malerin Wiebke Kramer in Walsrode eindrucksvoll, wie sie die traumatischen Erlebnisse des Zweiten Weltkrieges verarbeitet hat und noch verarbeitet. Dabei ist ihre Darstellung eingebettet in ihre Betrachtung von Leben und Vergänglichkeit. Jedes Ende bedeutet die Chance für einen Neuanfang.

Ihre Arbeiten tragen autobiografische Züge. Ihre Kinder und Enkel sind häufig zu erkennen. Immer wieder sind in Kramers Werken Kinder mit ängstlichen und fragenden, aber auch zuversichtlichen Gesichtern zu sehen. Zerbrochene Puppen deuten auf die Fragilität des Lebens und der Seelen hin. Aber auch Zuversicht und neue Anfänge sind zu entdecken.

Der erblindete Waldemar Cichon, geboren 1955, kennt den Krieg nur aus Erzählungen. Im Studium, damals noch sehend, erlebte er die politischen Folgen des Krieges, die russischen Einflüsse und die Einschränkungen des Kommunismus. All dies hat seine Arbeit als Künstler geprägt.

Seine abstrahierten Figuren und Gesichter zeigen seine Auseinandersetzung mit der ihn umgebenden Welt, mal an Figuren aus der Literatur, mal an mytische Gestalten erinnernd.

Die Kunstschau ist bis zum 7. Juni, täglich von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, Telefon 05161/ 977-0, Bürgerbüro, zu sehen. Helma Spöring äußerte den Wunsch, dass die Ausstellung von möglichst vielen Schulklassen für den Unterricht genutzt wird. Anmeldungen nimmt das Bürgerbüro entgegen.

hf

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