Mitgliederversammlung des Kreispräventionsrates

Lebenshilfe in Walsrode und Soltau ausgezeichnet

Die Preisverleihung (v.l.) mit Gerd Engel, Margret Kühling, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Walsrode, Helma Spöring, Gerd Steinacker, pädagogischer Leiter der Lebenshilfe Walsrode, Oliver Bauer, stellvertretende Geschäftsführung der Lebenshilfe Soltau, Meike Moog-Steffens, Gerhard Suder, Geschäftsführer der Lebenshilfe Soltau, und Landrat Manfred Ostermann. Foto: Heidekreis

Bad Fallingbostel – Die Lebenshilfe Soltau und die Lebenshilfe Walsrode dürfen sich in diesem Jahr über den Präventionspreis des Heidekreises freuen. Auf der Mitgliederversammlung des Kreispräventionsrates (KPR) wurden sie für ihre Arbeit gebührend gewürdigt.

In den Preisreden von Meike Moog-Steffens, Bürgermeisterin der Stadt Schneverdingen, und Helma Spöring, Bürgermeisterin der Stadt Walsrode, wurde durch die beeindruckende Auflistung deutlich, wie die langjährige Erfolgsgeschichte der Lebenshilfen die Region geprägt hat. Die Angebote der Lebenshilfen ermöglichten die Teilhabe in allen Lebensbereichen und förderten die Lebensqualität der Menschen mit und ohne Behinderung. Die Lebenshilfe entwickele ihre Dienste und Einrichtungen ständig im Sinne der Inklusion weiter und sei ein sehr geschätzter Sozialraumpartner in den Kommunen. Daher sei die Verleihung des zehnten Kreispräventionspreises eine wichtige Anerkennung auf Kreisebene, so die Rednerinnen.

Gerd Engel, Vorstandsvorsitzender des KPR, blickte auf der gut besuchten Mitgliederversammlung auf das Jahr 2019 zurück. Die einzelnen Arbeitsgruppen hätten viel und vor allem effektiv gearbeitet. Diverse Projekte wurden im Detail vorgestellt.

So wurde die Schulwegsicherheit durch die Einrichtung von Hol- und Bringzonen vorangebracht. Die Selbstständigkeit und Sicherheit wurde zudem in Schulprojekten mit Schülerinnen und Schülern gefördert.

In der Arbeitsgruppe „Häusliche Gewalt“ sind 15 Organisationen aktiv vernetzt. Sie bearbeiteten im vergangenen Jahr unter anderem das Thema „Nachstellung und Stalking“.

Die Arbeitsgruppe „Schulschwänzer“ griff Suspendierungen als ein mögliches Einfallstor in eine Schleife der Schulmeidung auf und verstärkte die Vernetzung mit der Schulsozialarbeit.

Sucht- und Drogenprävention ist der Schwerpunkt einer weiteren Arbeitsgruppe, die einen künftigen Wettbewerb für Vereine und Jugendverbände vorschlug.

Für die Arbeitsgruppe „Medienkompetenz“ warb Gerd Engel um Mitstreiter und Interessierte. Die Leitung der Arbeitsgruppe sei vakant.

„Und wie steht es aktuell um die Risiko- und Sicherheitsfaktoren der Kinder und Jugendlichen im Heidekreis?“, lautete eine Fragestellung, der der KPR nachgegangen ist. Das Präventionsprogramm Communities That Care (CTC) hat dazu 2019 im Landkreis mit einer Schülerbefragung begonnen. Christine Hummers, Projektkoordinatorin und Mitarbeiterin der Stabsstelle Prävention des Heidekreises, stellte die Ergebnisse vor. Die Daten können mit den Referenzdaten für Niedersachsen verglichen werden, um Schwerpunkte des Präventionsbedarfs zu finden.

„Bereits nach erster Auswertung ergibt sich, dass im Heidekreis die Kontinuität der Lebensverhältnisse ein ausgeprägter Schutzfaktor für Jugendliche ist“, so Hummers. Die Akzeptanz von Alkohol- und Substanzkonsum sei als ein Risikofaktor erkannt worden. Im KPR und in regionalen Arbeitsgruppen werden die Daten analysiert, um gezielt Präventionsprogramme zu entwickeln.  lee

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