Hobbypilot gibt Hinweis / 300 Quadratmeter große Moor- und Torffläche betroffen

Lange Suche nach Brand im Wald

Die Feuerwehr legte eine lange Wegstrecke zurück.

Walsrode – Die Freiwillige Feuerwehr Walsrode wurde am Samstag, um 16.40 Uhr, mit dem Alarmstichwort „FW-1“ (Feuer Wald – klein) alarmiert. Von einem Sportpiloten war aus der Luft eine Rauchwolke mitten in einem Waldgebiet um den Grundlosen See herum entdeckt und gemeldet worden. Trotz intensiver Suche und Befragung von Wanderern im Gebiet zwischen Dreikronen, Grundloser See, Fulde, bis hin nach Idsingen und Sieverdingen, konnte aber kein Feuer ausgemacht werden, schreibt Pressesprecher Jens Führer. Nirgends konnte Rauch oder Brandgeruch wahrgenommen werden.

Allerdings bemerkten die Helfer einen Landwirt, der auf einem nahen Feld arbeitete und eine Staubwolke verursachte, die aus der Luft für Rauch hätte gehalten werden können. Somit wurde der Einsatz abgebrochen.

Gegen 18.10 Uhr gab es eine erneute Alarmierung mit identischem Stichwort und Ortsangabe. Dieses Mal war der Hobbypilot vor Ort und zeigte den Einsatzkräften Luftbilder, auf denen eindeutig eine Rauchentwicklung im Wald sichtbar war. Trotz der Orientierungshilfe dauerte es rund eine Stunde, bis die Besatzung des Einsatzleitwagens bei der Erkundung mit Hilfe von Kartenmaterial und Satellitenbildern die Einsatzstelle nach einem Fußmarsch gefunden hatte. Mitten im Wald brannte auf rund 300 Quadratmetern eine Moor- und Torffläche mit leichter Rauchentwicklung, die erst wenige Meter entfernt geruchlich wahrgenommen werden konnte.

Die Ortsfeuerwehren Idsingen-Sieverdingen sowie Fulde und Stellichte wurden nachalarmiert. Auf einer Waldwiese wurde die Wasserübergabe eingerichtet, dazu wurde ein Faltbecken aufgebaut und im Pendelverkehr von Tanklöschfahrzeugen beziehungsweise Güllefässern von Landwirten befüllt. Das Wasser wurde über mehrere hundert Meter bis zur Einsatzstelle gepumpt. Wie so oft bei Moor- beziehungsweise Torfbränden handelte es sich um einen Schwelbrand im Boden, der sich unterirdisch hätte ausbreiten können. Daher wurde der Waldboden mittels Forken und anderer Hilfsmittel von Hand geöffnet, um die Flammen mit Wasser – teilweise mit Schaum als Netzmittel gemischt – zu bekämpfen. Die Arbeiten zogen sich bis nach Mitternacht hin. Die Polizei nahm die Ursachenermittlung auf.

„Im Nachgang kann gesagt werden, dass eine Erkundung aus der Luft den Einsatzkräften bei der Lokalisierung von Bränden in weitläufigen Waldgebieten eine große und wichtige Hilfe sein kann“, so Führer. Daher sei es gut, dass im Land Niedersachsen der Feuerwehrflugdienst vorgehalten und bei entsprechenden Wetterlagen eingesetzt werde.

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