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Schneeheider Andreas Hahn bei der Weltmeisterschaft der Amateurfunker

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Von: Harald Röttjer

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Männer mit Kopfhörern und Mikrofonen sitzen an Tischen, vor sich Bildschirme.
Die deutsche Nationalmannschaft bei der Arbeit. Rechts im Bild Andreas Hahn. © Hahn

Andreas Hahn ist Mitglied der Amateurfunker-Nationalmannschaft. Im Juli wurde die Weltmeisterschaft IARU-HF ausgetragen. Es geeht darum, in einer vorgegebenen Zeit weltweit nach Kontakten zu suchen. Das Ergebnis wird im September erwartet.

Schneeheide – Weitestgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit und der Presse fand eine Weltmeisterschaft statt, an der auch Andreas Hahn aus Schneeheide teilgenommen hat. Die WM wird nicht zentral in einem Land ausgetragen, sondern dezentral in den teilnehmenden Ländern. Es handelt sich um einen Wettbewerb, bei dem bestimmte Hürden in der Atmosphäre überwunden werden müssen: Es geht um die IARU-HF-WM, die Weltmeisterschaft der Amateurfunker, die seit 1986 jährlich ausgetragen wird.

Seit etlichen Jahren ist eine moderne Funkstation im thüringischen Ilmenau der Treffpunkt des 50-köpfigen Nationalteams „da0hq“, das auch in diesem Jahr wieder zum engeren Favoritenkreis zählte. Bereits 14 Weltmeisterschaften feierte das deutsche Team, bei elf Titeln war Andreas Hahn dabei, der 1999 zum Team stieß.

Es geht darum, in der vorgegebenen Wettkampfzeit auf der Suche nach weltweiten Kontakten auf sechs Kurzwellenbändern in Sprechfunk und Telegrafie so viele Funkverbindungen (QSO) wie möglich mit ITU-Zeitzonen sowie Nationalmannschaften aufzubauen.

„Die Ausbreitungsbedingungen in der Atmosphäre sind gar nicht mal so schlecht, denn das Sonnenfleckenmaximum macht sich langsam bemerkbar“, meldete sich Hahn aus Ilmenau: „Schöne Signale aus Südamerika sind zu hören und auch von den USA bis hin nach Australien sind viele und gute Verbindungen notiert worden.“

Mit größter Konzentration sitzen die Amateurfunker vor den Empfängern. Schalldichte Kopfhörer ermöglichen es, auch die leisesten Signale zu empfangen.

„Daher sind auch die rechtzeitige Ablösung und Ruhezeiten äußerst wichtig“, erläuterte Hahn, denn das konzentrierte Hören beim Durchsuchen der Bänder auf der Kurzwelle, oftmals überlagert von anderen Geräuschen, fordere das Hörvermögen, besonders die kleineren Stationen mit oftmals schwächeren Sendeleistungen.

Die Amateurfunker machen sich aber auch darüber Gedanken, wie die Empfangs- und Sendeleistung ihrer Station noch verfeinert werden kann. „Dazu zählt in erster Linie die Stellung der verschiedenen Antennen, die je nach der gewünschten Sende- und Empfangsrichtung eingestellt werden können“, sagte Hahn. Hier könnten kleine Abweichungen in Millimetern schon entscheidende Punkte – positiv wie negativ – sein. „Ob wir wieder Weltmeister geworden sind, wird erst im Spätherbst feststehen“, so der Schneeheider abschließend: „Die Auswertung der Daten durch eine internationale Prüfkommission dauert eben seine Zeit“.  rö

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