Kidstime im Heidekreis mit positiver Bilanz / Landkreis unterstützt das Projekt

Kinder (wieder) in den Mittelpunkt rücken

Alle Beteiligten stellen sich mit ihrem Beitrag nebeneinander der Kamera.
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Waren dabei, als Kidstime die Arbeit vorstellte: Landrat Manfred Ostermann, Dr. Florian Gal, Klaus Henner Spierling, Alicia Srode, Anne Kathrin Zinsky, Nadine Henning und Karin Rabe. Es fehlen die Mitarbeiterinnen Jasmin Helmke, Lene Bradt-Grüning und Katja Allermann.

Walsrode – „Als wir vor einigen Jahren ein für uns sinnvolles Kinderprojekt im sozialen Bereich gesucht haben, sind wir auf die bundesweite Einrichtung Kidstime gekommen, die Kinder psychisch erkrankter Eltern betreut. Wir haben uns für diese Gruppe entschieden und heute kann ich feststellen, es passt alles. Danke für Ihre Arbeit.“ Das Lob von Landrat Manfred Ostermann ging vor allem an das Workshop-Team im Heidekreis, das vorzügliche Arbeit mit den betroffenen Kindern und Eltern leiste.

Die Gruppe arbeitet eng mit Dr. Florian Gal, Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Heidekreis-Klinikum, zusammen.

In einem Pressegespräch berichtete Klaus Henner Spierling, geschäftsführender Vorstand von Kidstime Deutschland, Träger des Projekts „Kidstime-Workshops Heidekreis“ über seine Erfahrungen mit der Gruppe im Landkreis. Die geleistete Arbeit zeige erste Erfolge: „Es ist den Damen der Workshops gelungen, betroffene Eltern und Kinder wieder zusammenzubringen.“

Nach aktuellen Schätzungen leben etwa 3,8 Millionen Kinder unter 18 Jahren in Deutschland, deren Eltern von einer psychischen Erkrankung betroffen sind. Im Heidekreis seien es etwa 6 000, so Karin Rabe vom Familien- und Kinderservice Walsrode.

Bisher profitierten im Landkreis 15 Familien von dem Angebot, das trotz Corona aufrechterhalten wurde. Kidstime stärke die Resilienz der Kinder und ihrer Familien, schaffe Information und Entlastung, biete Erklärungen und erleichtere die Kommunikation. Kidstime schaffe Verbindungen – die Kooperation des Heidekreis-Klinikums mit dem Verein Kidstime Deutschland und Akteuren der Jugendhilfe sei ein gelungenes Beispiel.

Eine lange nicht wahrgenommene Hochrisikogruppe

Kinder psychisch erkrankter Eltern seien eine lange Zeit übersehene Hochrisikogruppe, die von niedrigschwelligen Unterstützungen besonders profitieren könne, erläuterte Spierling. Die Kinder sollten (wieder) in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. „Statt Isolation und Übernahme von zu viel Verantwortung, sollen die Kinder Gemeinsamkeit, Orientierung und Entlastung erfahren“, so Spierling. Treffen gebe es einmal im Monat für etwa drei Stunden.

Diplom-Psychologin Alicia Srode und Erzieherin Anne Katrin Zinsky berichteten: „Wir haben sogar Videos mit den Kindern gedreht, auf einem Bauernhof oder bei anderen Gelegenheiten.“ Diese Filme seien den Eltern vorgeführt worden, die begeistert von den vielen Ideen der Kinder und Betreuerinnern gewesen seien.

Ostermann und der Verein Ladies Circle 31 Walsrode sagten Kidstime ihre Unterstützung zu. Zurzeit gebe es eine Warteliste, hieß es. Trotzdem lohne es sich, bei Problemen in den Familien anzurufen.  mü

Ansprechpartnerin

bei Kidstime ist Alicia Srode, Diplom-Sozialpädagogin, Telefon 0177/638791, sroda@kidstime-netzwerk.de.

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