Keine vorschnelle Entscheidung

Walsrode: Resolution zum Heidekreis-Klinikum

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Hat das Walsroder Krankenhaus eine Zukunft?

Walsrode - Es war der letzte Tagungsordnungspunkt der öffentlichen Sitzung des Rates der Stadt Walsrode und die Wortwahl wurde etwas ruppiger, als die Politiker eine Resolution der Stadt zum Heidekreis-Klinikum diskutierten. Sie wurde schließlich mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Nur die FDP-Abgeordnete Tanja Kühne enthielt sich.

Dr. Hans Joachim Wangnick, CDU, befürchtete, dass es durch einen Verzicht auf das Krankenhaus in Walsrode zu einer deutlichen Verschlechterung der ambulanten Versorgung auch für diesen Bereich kommen könnte. Als eine „Frechheit“ bezeichnete Wangnick die Äußerungen von Dr. Christof Kugler, Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums (HKK), zum Zustand des Walsroder Krankenhauses. „Wir haben eines der neuesten Krankenhäuser mit einer hervorragenden Ausstattung.“

Torsten Söder, CDU, kritisierte die Landkreis-Veranstaltung in der Heidmark-Halle, die den Namen Infoveranstaltung nicht verdient habe. „Wir fordern ein schlüssiges Konzept vom Landkreis, ehe weiter in das Thema eingestiegen wird. Dabei sollten auch kritische Fragen gestattet sein.“ Bernd Schriewer, Sprecher der SPD, stimmte den Ausführungen der CDU zu.

Tanja Kühne sagte, sie sei für ein „kleines Ja und ein kleines Nein“, weil sie auch Kreistagsabgeordnete sei. Darum enthalte sie sich der Stimme.

Klaus Kunold, WBL/BBB, gab eine persönliche Erklärung ab. Als Walsroder Ratsherr stimme er der Resolution zu. Die Forderung der Prüfung verschiedener Punkte bestehe zu Recht und sei zu berücksichtigen. Er sei aber in der Zwickmühle, weil er auch Kreistagsabgeordneter sei. In dem am Freitag im Kreistag vorzulegenden Antrag, den die Gesellschafterversammlung beschließen soll, gehe es lediglich darum, die planerische Zusammenlegung der beiden Häuser zu beschließen. Erst wenn die Pläne auf dem Tisch lägen und alle möglichen Gremien diese geprüft hätten, werde entschieden, ob sie realisiert würden und ein Haus an einem zentralen Standort gebaut werden solle. Als Kreistagsabgeordneter und Mitglied der Gesellschafterversammlung des Heidekreis-Klinikums werde er dem Beschlussvorschlag zustimmen und mit beantragen, dass das Land bei einer Zusammenlegung der beiden Häuser bis zu 200 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung stellt. 

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