Inklusion Thema bei Sportbund-Tagungen

Herausforderung und Chance

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Joachim Homann, Vorsitzender des Sportbundes Heidekreis sieht Potenzial in Inklusionssportangeboten.

Walsrode - „Inklusion und Sport – ziemlich beste Freunde. Beides ist hochemotional“, sagte Gesine Guse, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Hannover, im Rahmen der Stützpunkttagungen des Sportbundes Heidekreis in der Oberschule Soltau und in den Räumen der Kreissparkasse Walsrode. Ihr Thema lautete: Inklusion – Herausforderung und Chance für Vereine. Es sei allerdings noch nicht überall angekommen sei, so die Referentin. Inklusion bewege, aber es existiere kein Handbuch. Für alle Vereine gebe es Anregungen und Ideen für die Umsetzung. Guse empfahl den Vereinen, sich zu hinterfragen, inwieweit sie offen für Inklusion seien. Menschen mit Behinderung zu integrieren, bringe Abwechslung und Vielfalt. „Es geht nicht darum, alle gleich zu machen“, sagte Guse. Die Voraussetzungen für Inklusionssportangebote müssten und sollten unterschiedlich ausfallen. Die Referentin verwies auf die Weiterbildung von Übungsleitern in Theorie und Praxis. Inklusion schaffe Sozialerfahrungen. Einen rechtsverbindlichen Anspruch gebe es jedoch nicht, da die Sportstruktur auf Freiwilligkeit basiere. Joachim Homann, Vorsitzender des Sportbundes Heidekreis, appellierte an die Vereine, sich diesem Bereich nicht zu verschließen. „Da liegt ein gewisses Potenzial, das für einige Vereine interessant sein kann“.

Im Nachwuchsbereich haben sich im Sportbund Heidekreis zwei J-Teams in Munster und Kirchboitzen entwickelt. Das J steht zum Beispiel für Jugend, Junior oder Jugendsprecher. Die Teams engagieren sich, ohne gewählt oder berufen zu sein, auf freiwilliger Basis für einen Verein, einen Verband oder eine Sportjugend. Sie realisieren Projekte und setzen sportpolitische Impulse. Rabea Schwarz von der Sportjugend Heidekreis stellte die Möglichkeiten des Projektes J-Teams vor. Finanziell unterstützt vom Landessportbund, haben junge, sportbegeisterte Menschen – mindestens vier Jugendliche – die Möglichkeit, ihre Projekte im Verein zu realisieren und sportpolitische Impulse zu setzen. Infos unter www.Sportjugend-nds.de.

Petra Kurtz als zuständiges Vorstandsmitglied vom Sportbund Heidekreis und zuständig für den Organisationbereich Vereinsberatung, verwies auf das Angebot des Landessportbundes: Für erste Informationen stehe sie allen Vereinen vor Ort zur Verfügung.

Homann informierte über anstehende Änderungen bei den Übungsleiterzuschüssen. Ab 1. Januar können die Zahlungen der Honorare an die Übungsleiter nur noch unbar erfolgen. Barauszahlungen werden auf Kreis- und Landesebene nicht mehr akzeptiert. Der Abrechnungszeitraum erfolgt zum Quartalsende. Seit dem 1. Januar 2015 hat sich die Berechnung der Übungsleiterzuschüsse verändert. Infos gibt die Geschäftsstelle des Sportbundes Heidekreis, Telefon 05162/904000.

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