Eröffnung im Oktober

„Inklusion pur“ im Restaurant-Bistros „37“ in Walsrode

Sie stellten das Projekt vor (v.l.): Werkstattleiter Hauke Kroschinski, Gunther Rath, Katrin Bastiansen und Thomas Lasthaus.

Walsrode - Eine Konkurrenz im „eigenen Haus“ wird das neue Restaurant-Bistro „37“ direkt neben dem Samocca an der Walsroder Moorstraße nicht. „Es soll das Angebot des Samocca ergänzen, soll diesen gastronomischen Bereich in der City noch moderner, noch lebendiger gestalten“, sagt der erste Vorsitzende der Heidewerkstätten, Thomas Lasthaus, im Pressegespräch.

Mit einer „gesunden“ Speisekarte, einer kleinen, aber feinen Auswahl an Gerichten, von Mittwoch bis Samstag, am Mittag und am Abend geöffnet. „Unsere behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen nicht zu stark belastet werden“, unterstreicht die pädagogische Leiterin der Werkstätten, Katrin Bastiansen, das Konzept.

Das „37“ soll 40 Sitzplätze drinnen und 20 im Außenbereich erhalten, mit einer neuen Küche und einem Tagungsraum, der noch einmal 25 Menschen aufnehmen kann. „Hier findet Inklusion pur statt“, sagt Lasthaus, der sich bei den Mitarbeitern bedankt. „Nur mit diesem Team sind wir so weit gekommen.“

Geschäftsführer Gunther Rath erläutert, dass der Verein Heide-Werkstätten erfolgreich Gastronomie betreiben wolle. Es gelte, gleichermaßen die Gästeerwartungen zu erfüllen und die inklusive Förderung und berufliche Entwicklung der Beschäftigten in den Mittelpunkt zu stellen. Menschen mit Beeinträchtigungen könnten im Rahmen ihrer Fähigkeiten Großartiges im hochwertigen Dienstleistungssektor leisten.

Mit dem Neubau für das Bistro geht es gut voran.

Mit dem „Samocca“, Kaffeerösterei, Café und Deli, seien in Walsrode 2010 alternative inklusive Arbeitsplätze in Küche und Service für Menschen mit unterschiedlichen Handicaps entstanden.

Rath: „Wir tragen Verantwortung für die berufliche Entwicklung für unsere Mitarbeiter mit Handicap. Mit dem neuen Bistro-Restaurant ,37’ wollen wir weitere Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen.“

Auf 120 Quadratmetern dürfen die Gäste kulinarische Köstlichkeiten erwarten – regional, modern, nachhaltig. Ein Höhepunkt wird die offene Küche sein, in der die Köche vor den Augen der Gäste die Speisen frisch zubereiten. „Außerdem werden wir eine Idee des Werkstattrates der Heide-Werkstätten umsetzen: Es wird für die To-Go-Kunden ein Becher-Tausch-System eingeführt. Vorgesehen sind dafür nachhaltig hergestellte Produkte aus Bambus als Alternative zu den Einwegprodukten“, erzählt Rath.

20 Beschäftigte mit Handicap beschäftigt

Die Außenanlagen und -terrassen von Samocca und „37“ werden noch einheitlich neu gestaltet. Es werden sechs weitere inklusive Arbeitsplätze für Beschäftigte mit Handicap geschaffen, so dass künftig etwa 20 Beschäftigte mit Handicap eine Arbeitsstelle in den beiden Lokalen finden werden.

„Ziel ist es,“, so Thomas Lasthaus, „gute persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, Selbstwertgefühl, Selbstständigkeit und berufliche Fertigkeiten in einem realistischen und inklusiven Arbeits- und Lebensumfeld der Beschäftigten zu fördern.“

Um alle Ebenen barrierefrei zugänglich zu machen, wird auf der Rückseite des Gebäudes das bestehende Treppenhaus mit Fahrstuhlanalage vollständig neu erstellt. - mü

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