Info-Abend von Stadt und Heidekreis

Braucht Walsrode eine IGS?

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IGS-Leiterin Ingeburg Kerlinski aus Osterholz-Scharmbeck informiert über ihre IGS und deren Methodik.

Walsrode - Walsroder Stadtpolitiker und Bürgermeisterin Helma Spöring sind für eine Umwandlung der neuen Oberschule in eine Integrierte Gesamtschule (IGS). Landrat Manfred Ostermann und Spöring hatten nun zu einer Informationsveranstaltung zum Thema in die Stadthalle Walsrode eingeladen.

Ingeburg Kerlinski, Leiterin der Integrierten Gesamtschule Osterholz-Scharmbeck, schilderte anhand praktischer Beispiele, wie in Osterholz-Scharmbeck integriertes und fächerübergreifendes Lernen an Projekten stattfindet. Viel Selbstverantwortung bilde eigene, stärkere Persönlichkeiten und mache die Schüler fitter für die Zukunft. In der IGS lernten verschiedene Jahrgänge in den ersten Schuljahren gemeinsam. Da gebe es keine Unterschiede zwischen Haupt-, Real- und Gymnasialschülern, so die Schulleiterin. Differenziert werde erst ab Jahrgang 7. Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur sei generell alles möglich.

Für eine IGS in Walsrode sei der gymnasiale Abschluss – wie bei allen neu gegründeten IGS – erst einmal nur eine Option. Insofern sei zunächst kein Unterschied zur Oberschule (OBS) festzustellen, sagte Ostermann.

Er erläuterte zwei grundsätzliche Voraussetzungen für die Umwandlung der OBS. Die IGS müsse mindestens vierzügig sein und könne nur Zug um Zug aufgebaut werden. Über die Aufnahme der Sekundarstufe II für den gymnasialen Abschluss werde erst nach Jahren der Entwicklung entschieden. Dazu müssten mindestens 56 Schüler zum Abitur angemeldet werden.

An einer OBS wird grundsätzlich erst einmal im Klassenverband den Schulzweigen entsprechend unterrichtet. Aber es gibt auch hier eine Binnendifferenzierung und Durchlässigkeiten. Fächerübergreifende Projektarbeit ist für die OBS kein Fremdwort. Die Walsroder Oberschule mit gymnasialem Angebot endet mit der 10. Klasse. Das allgemeine Gymnasium sowie die Fachgymnasien an den BBS sind jedoch nur wenige hundert Meter entfernt.

Walsrode strebt eine Elternbefragung im gesamten Stadtgebiet an, einschließlich Kirchboitzen. Weil sich dadurch der Bestand der OBS Rethem verändern könnte, verlangt der Rethemer Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige, seine Samtgemeinde in die Befragung einzubeziehen.

Ostermann skizzierte einen Fahrplan für die Elternbefragung und die Abstimmungen in den politischen Gremien bis August 2016. Ob Umwandlung oder nicht, so der Landrat, müsse vor der Wahl entschieden werden.

hf

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