„Ich weiß, wo ich herkomme“

Mitglieder feiern Lars Klingbeil beim SPD-Neujahrsempfang in Walsrode

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Lars Klingbeil und Ex-Sozialministerin Cornelia Rundt, die als Dank für ihre fünfjährige Ministerarbeit einen Gutschein für die Elbphilharmonie erhielt.

Walsrode - Mehr als 260 Gäste füllten anlässlich des Neujahrsempfangs der Heidekreis-SPD das Restaurant im Anders bis auf den allerletzten Platz. Der neue SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, gleichzeitig Vorsitzender der Kreis-SPD, und Kultusminister Grant Hendrik Tonne aus Leese bei Nienburg, trugen politische „Leuchtturm-Gedanken “ vor und begeisterten mit ihren Beiträgen.

Die Gäste zeigten sich schon ein wenig stolz auf den neuen SPD-Generalsekretär. Der Munsteraner brillierte mit seinen Grußworten und versicherte glaubhaft: „Ich weiß, wo ich herkomme und wo ich hingehöre.“ Er werde sein Bundestagsabgeordneten-Mandat für den Heidekreis nicht aufgeben und immer wieder zurückkommen.

Die neue Aufgabe habe er als große Herausforderung gesehen. „Es macht mir Spaß, dabei zu sein, „auch wenn ich heute Abend mit Herrn Dobrindt bis mitten in die Nacht hinein verhandeln muss.“ Klingbeil sagte aber auch, dass „die SPD in den vorbereitenden Verhandlungen 80 Prozent ihrer Forderungen erreicht hat.“ 100 Prozent könne man nicht erwarten. So werde die Bürgerrente nicht kommen. „Wir freuen uns auf neue Mitglieder, aber auch diejenigen, die eine Groko haben möchten und die länger bei der SPD bleiben wollen.“

Zustimmung für Tonne

Für den Heidekreis sieht er für sich, gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke, wichtige Aufgaben zukommen. „Und da wird auch die Frage sein, wie wir künftig mit dem Wolf umgehen sollen.“ Klingbeil konnte mit einem guten Gefühl in die Bundeshauptstadt zurückkehren. Die Mitglieder im Heidekreis tragen ihn.

Der neue niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne, Leeser Bürgermeister, erhielt viel Zustimmung, als er seine Gedanken zum Bildungsprozess in den nächsten Jahren vorstellte. „Wir werden die Gedanken der ,Vision 2014' aufnehmen und versuchen, sie im Bildungsbereich für unser Land zu verwirklichen.“ Im Kern liege der Verantwortungsbereich für die Kinder immer noch bei der Familie. Sie werde anschließend von der Schule unterstützt.

Sie seien in Niedersachsen gemeinsam mit der CDU gut durchgestartet. „Wir haben gemeinsam angepackt, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren. Und das hat uns gutgetan.“ Der Minister sagte, dass in der Bildung erste Fortschritte erzielt worden seien. „Wir wollen eine bessere Versorgung mit Lehrkräften in unserem Land. Das wird nicht einfach sein, aber wir arbeiten daran. Wir werden auch Quereinsteiger einstellen müssen, aber nicht diejenigen, die gleich wieder das Haus durch die Hintertür verlassen.“

„Für eine Entlastung für die Eltern sorgen“

Inklusion in den Kindertagesstätten und Schulen werde immer wichtiger. „Keine Partei in unserem Land wird sich dagegen wenden, wir haben nur unterschiedliche Auffassungen, die wir zum Wohle der Kinder und Eltern zusammenführen wollen.“

Sie ständen zum Vorhaben, die Kindergartengebühren abzuschaffen, achteten aber darauf, die Kommunen zu entlasten. „Wir haben das Schulgeld und die Studiengebühren abgeschafft, wir müssen uns auch bei den Kleinsten durchsetzen und für eine Entlastung für die Eltern sorgen.“ Das Fachpersonal sollte unterstützt und gefördert werden. Den Lehrkräften solle mehr Freiraum gelassen werden. Der Minister sprach sich für ein neues Schulgesetz und eine Reform der Landesschulbehörde aus. - mü

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