Theatergruppe in Nordkampen zeigt: „Gägen dei gauen Sitten“

Die Hosen müssen runter

Köstlich amüsiert haben sich die Nordkämper Schauspieler schon bei den Proben. Foto: Röttjer

Nordkampen – „Gägen dei gauen Sitten“ verstößt die Theatergruppe vun de Füerwehr Nordkampen mit der neuesten Inszenierung zwar nicht. Aber es gibt in der von Jörg Appel geschriebenen und von Margareta Bührmann ins Niederdeutsch übertragenen gleichnamigen Komödie doch einige pikante und turbulente Szenen, die bei den Gästen bestimmt die Lachmuskeln aktivieren werden.

Am Sonnabend, 29. Februar, wird es für das Ensemble ernst, der Vorhang hebt sich um 14 Uhr zur Premiere. Bereits seit Wochen sind die Laienschauspieler mit den Proben für die Komödie beschäftigt und allmählich steigt das Lampenfieber auch bei den erfahrenen Akteuren immer mehr an. „Jetzt kann es auch bald losgehen“, sehnt sich Volker Langrehr die Premiere herbei. Er teilt sich mit Heidi Grubert und Dörte Kamermann die Regie bei dieser Inszenierung und verspricht, dass die Gäste auf ihre Kosten kommen.

„Bei den Proben haben wir uns selbst köstlich amüsiert“, schildert Langrehr die Übungsabende. In der verbleibenden kurzen Zeit bis zur Premiere werde noch fleißig an Gestik und Mimik gearbeitet. Obwohl die Anzahl der zu besetzenden Rollen mit zwölf Akteuren in diesem Jahr doch recht groß gewesen war, hatte er auf eine Rolle verzichtet und sich auf die Regiearbeit konzentriert. „Es gab genügend Interessenten und es hätten sogar noch weitere Rollen besetzt werden können“, erläutert er.

Die Komödie im ursprünglich fränkischen Akzent ist angesiedelt in einem kleinen, langweiligen Dorf, wie es in jeder Region zu finden ist. Die einzige Abwechslung im oft eintönigen Tagesablauf versprechen der Klönschnack oder das Warten auf den Briefträger. Zum Zeitvertreib trägt auch die Dorfgaststätte bei, vor deren Tür die Handlung beginnt. Andreas Heimsoth gibt den Gastwirt, der mit seiner Tochter (Liv Rohde) für das Wohl der Gäste zuständig ist.

Wie jeden Tag macht der Briefträger (Timo Langrehr) hier eine kurze Pause, egal, ob er Post zustellt oder nicht. Und bei jedem Besuch flirtet er mit der jungen Gastwirtstochter. Ein armer Straßenmusikant (Uwe Langrehr) hat es sich wie immer auf „seiner“ Bank bequem gemacht und wartet auf seinen stummen Freund (Magnus Robert Müller). In diese Idylle platzt ein weithin bekannter Schauspieler (Jan Meyer), der von zwei hübschen Kolleginnen (Britta Stöckmann und Claudia Langrehr) begleitet wird. Den beiden Damen steht eine heikle und delikate Mission bevor, wie sich noch herausstellen wird.

Der Grund für den Weg des Schauspielers in die tiefste Provinz ist die Suche nach seinem Vater. Das einzige Merkmal, von dem er weiß, ist ein Muttermal an einer verborgenen und heiklen Stelle. Um das festzustellen, lädt er das Dorf zu einer Willkommensparty ein. Und hier kommen die attraktiven Frauen ins Spiel. Sie sollen die Männerwelt bezirzen und umgarnen, bis diese die Hose fallen lassen – das gesuchte Muttermal soll in der Leistengegend zu finden sein.

Unter den „Opfern“ ist auch der Freund des Kneipiers (Hannes Scheele), dessen Frau (Dörte Kamermann) und die Haushälterin des Pastors (Anke Eitzmann-Baars) als weithin bekannte „Dorfzeitungen“ brühwarm und schneller als das Internet die neueste Entwicklung breittreten. Für reichlich Gesprächsstoff sorgt noch die Ex des Schauspielers (Merle Brunner), die im Dorf auftaucht. Heidi Grubert spricht die einführenden Worte und moderiert den Nachspann. Konzentriert verfolgen die Souffleusen Andrea Bockelmann und Ulrike Müller das Geschehen auf der Bühne.

In der Maske unterstützt Svenja Ahlden die Gruppe, die Frisuren föhnt Charlotte Leschke. Für den Bühnenbau sind Tobias Lindwedel und Maik Neumann zuständig, letzterer auch für die Malerarbeiten. Der Kartenverkauf liegt in den Händen von Heidi Langrehr. Die Truppe wird außerdem von weiteren Helfern unterstützt, die vor oder hinter der Bühne für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Und der Dank gilt vielen Spendern, die helfen, die Bühne mit entsprechenden Utensilien auszustatten.

Premiere ist am Samstag, 29. Februar, um 14 Uhr im Dörpshus Nordkampen. Weitere Aufführungen folgen am 29. Februar, um 20 Uhr, am 1. März, um 16 Uhr, und am 7. März, um 19 Uhr.

Im Anschluss an die Abend-Vorstellung am 29. Februar geht es weiter mit einer After-Show-Party, verbunden mit der Möglichkeit, gemeinsam mit Schauspielern, Helfern, Bühnenbau und Freunden der Theatergruppe einen gelungenen Premierenabend zu feiern.  rö

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