Trockenheit verhindert üppige Pracht

Die Heide blüht jetzt schon - aber nur kurz

+
Diese wunderschön blühenden Heidelandschaften wird es in diesem Jahr wegen der Trockenheit wohl nicht geben.

Heidekreis - „Generell von einem sehr schlechten Jahr der Heideblüte in diesem Jahr zu sprechen, wage ich nicht vorauszusagen, aber es wird eine kurze Blüte geben. Es ist einfach zu trocken und wenige Regenfälle, sollten sie noch kommen, werden auch nicht mehr helfen.“ Dirk Mertens, Fachbereichsleiter Heidepflege im Verein Naturschutzpark (VNP), hat sich die Entwicklung der Heideblüte im Naturschutzgebiet dort oben zwischen Niederhaverbeck, Wilsede und Undeloh, genau angeschaut.

„An den bevorzugten Wegen wird es nicht die großen blühenden Heideflächen geben, aber man wird sie entdecken“, so Mertens. Die Heideblüte habe schon jetzt eingesetzt, zehn Prozent der Pflanzen seien schon im Gange. 

Der Naturschutz-Experte erwartet allerdings, dass die Heideblüte auch sehr viel früher zu Ende sein wird: „Vielleicht blüht sie bis Anfang September, aber nicht mehr wie in den vergangenen Jahren, weit in den Monat September hinein.“ Die Blüten seien zu klein, die Trockenheit habe auch in diesem Gebiet Spuren hinterlassen.

Nicht anders und vielleicht noch ein weniger problematischer sieht es in der Krelinger Heide aus. Dieter Heitmann aus Krelingen beobachtet diese eigentlich sehr schöne Heidefläche in jedem Jahr. „Wir werden wohl keine Heideblüte hier haben.“ Die Trockenheit, sehr alte Heidepflanzen, die sich nicht mehr richtig entwickeln, und eine Vergrasung seien die Hauptursachen.

Dem Tietlinger Hain fehlt die Pflege

Wenige Pflanzen blühen bereits auf dem Gelände des Tietlinger Wacholderhains am Grab und Denkmal des Heidedichters Hermann Löns. Fast unbemerkt haben sich die zierlichen Pflanzen entfaltet. Man muss sie aber suchen. 

Die eigentliche Naturschutzfläche macht einen aufgeräumten Eindruck. Rings herum, auch auf dem kleinen Pfad an der Böhme, sieht es dagegen immer noch chaotisch aus. Bäume liegen über dem Weg und für manchen riesigen Wacholder mag schon längst sein letztes Stündlein geschlagen haben. Eigentlich eine einzigartige Fläche, die mehr Pflege verlangt.

Ende August gibt es wieder eine Feierstunde am Lönsgrab. Vielleicht ein Anlass für die Verantwortlichen, dieses Kleinod im Tietlinger Wacholderhain bei Walsrode, das ursprünglich einmal ein Besuchermagnet war, ein wenig zu „durchzuforsten“. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Last-Minute-Niederlage für Schalke gegen Manchester City

Last-Minute-Niederlage für Schalke gegen Manchester City

Berlin-Köpenick ist nach Stromausfall wieder am Netz

Berlin-Köpenick ist nach Stromausfall wieder am Netz

Sieben Songs für Israel: Wer singt beim ESC?

Sieben Songs für Israel: Wer singt beim ESC?

Lawinenabgang in der Schweiz: Pistenhelfer gestorben

Lawinenabgang in der Schweiz: Pistenhelfer gestorben

Meistgelesene Artikel

Möglichst viele Einwendungen

Möglichst viele Einwendungen

Gesundheitstag für Berufsfachschüler Kraftfahrzeugtechnik

Gesundheitstag für Berufsfachschüler Kraftfahrzeugtechnik

Autofahrer geschlagen - Täter war betrunken

Autofahrer geschlagen - Täter war betrunken

Jan-Christoph Oetjen ist Spitzenkandidat der niedersächsischen FDP

Jan-Christoph Oetjen ist Spitzenkandidat der niedersächsischen FDP

Kommentare