Über 4000 Tiere im Fokus der Helfer

Jahresinventur im Weltvogelpark: Das große Wiegen und Messen

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Die Zählung der flinken Loris ist gar nicht so einfach. 

Walsrode - Rund eineinhalb Monate vor dem Saisonstart herrscht im Weltvogelpark Walsrode Hochbetrieb. Biologen, Tierärzte und Tierpfleger, aber auch Praktikanten aus dem Ausland vermessen Flügel und Schnäbel, wiegen Vögel und checken den Gesundheitszustand ihrer gefiederten Schützlinge. Im Rahmen der großen Jahresinventur werden rund 4 000 Vögel aus 650 Arten und allen Kontinenten erfasst.

Kolibrieier, so groß wie ein Pfefferminzdragee, flinke Loris oder gemütliche Schuhschnäbel – dem Inventurteam des Weltvogelpark Walsrodes entgeht in diesen Tagen kein noch so kleines oder großes Detail. „Eine regelmäßige Bestandsaufnahme ist für die tägliche Arbeit mit unseren Vögeln enorm wichtig. Die etwas ruhigere Zeit vor dem Saisonstart bietet sich dafür an. Ohne Publikum können wir den Vögeln besonders nahekommen. Und: Beim Umzug vom Winterlager in die Außengehege sind größere Vogelgruppen, wie etwa die Rosaflamingos, etwas einfacher zu zählen“, verrät Weltvogelpark-Sprecherin Janina Buse in einer Pressemitteilung.

Bei den Aufgaben im Rahmen der Jahresinventur ist eine Menge Kreativität gefragt. Insbesondere beim Zählen von kleineren Schwarmvögeln, wie etwa den Loris, geht ohne Kameraauswertung nichts. Und bei größeren Greifvögeln steigt der Tierpfleger oft gleich mit auf die Waage – mit seinem Schützling auf dem Falknerhandschuh.

Auch die Länge der Krallen der einzelnen Tiere wird gemessen.

„Eine genaue Kenntnis der Lieblingsplätze hilft dem Team bei der Zählung, zum Beispiel im Jungle-Trail, unserer Regenwaldhalle, in der sich viele Vögel auf einem sehr unübersichtlichen Terrain bewegen – eben wie in einem echten Regenwald“, so Buse weiter.

Wichtig: „Das Tierwohl geht stets vor. Wir wägen immer ab, ob wir sehr nervösen und scheuen Vögeln unnötigen Stress ersparen können. Durch die enge Bindung zwischen den Tierpflegern und ihren gefiederten Schützlingen wird dieser jedoch meist von Anfang an reduziert. Es gibt hier ein besonderes Vertrauensverhältnis. Die meisten Vögel wissen: Das ist mein Mensch, da droht mir keine Gefahr“, so Buse.

Spätestens Ende Februar ist die Vogelzählung beendet und weicht letzten Maßnahmen für die Saisoneröffnung am 17. März.

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