Große Aufgaben zu bewältigen

Aufsichtsrat des HKK nimmt seine Arbeit auf

Elf Frauen und Männer stehen coronakonform  auf Abstand nebeneinander und lächeln in die Kamera.
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Der neue HKK-Aufsichtsrat sprach sich am Donnerstag einstimmig für Landrat Jens Grote (5.v.l.) als Vorsitzenden aus. Sebastian Zinke (5.v.r.) ist stellvertretender Vorsitzender des HKK-Kontrollorgans.

Der neue Aufsichtsrat des Heidekreis-Klinikums tagte zum ersten Mal.  Auch Landrat Jens Grote gehört dem Gremium an und stellte sich – wie bereits von ihm während seiner Bewerbung als Landrat angekündigt - für den Vorsitz zur Wahl.

Heidekreis – Jens Grote ist Nachfolger von Hermann Norden als Vorsitzender des Aufsichtsrats des Heidekreis-Klinikums (HKK). Das Gremium wählte den Landrat am Donnerstag im Rahmen der konstituierenden Sitzung einstimmig in dieses Amt. Grotes Stellvertreter ist – ebenfalls ohne Gegenstimme – Sebastian Zinke. Einen weiteren, neu geschaffenen Vize-Posten gilt es nach entsprechender Änderung des Gesellschaftervertrages noch zu besetzen.

Der auf fünf Jahre gewählte Aufsichtsrat, sein Vorstand und das HKK mit Geschäftsführer Dr. Achim Rogge haben große Aufgaben zu bewältigen. „Wir stehen am Anfang einer verantwortungsvollen Reise“, formulierte es Grote. Die Corona-Pandemie will bewältigt und der zentrale HKK-Neubau in Bad Fallingbostel geplant, finanziert und errichtet werden. Und das unter der Maßgabe, die Kliniken möglichst wirtschaftlich zu führen.

Hier immerhin konnte Achim Rogge schon einmal Positives vermelden. „Wieder eine Million Euro Verbesserung“, erklärte er im Pressegespräch, dass der Wirtschaftsplan für 2022 einen Kreis-Zuschuss von sieben statt acht Millionen Euro vorsehe. Das HKK habe in der Pandemie weniger Fälle als andere Krankenhäuser verloren. Zudem habe man von der Einführung des Pflegebudgets profitiert, außerdem habe das Labor-Outsourcing die Sachkosten um 300 000 Euro gesenkt, so der Geschäftsführer zu den Gründen.

Ein weiteres Kernthema der konstituierenden Sitzung war natürlich Corona. Im HKK liegt derzeit ein Mensch wegen einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation. An beiden Standorten zusammengerechnet könnten 26 Menschen intensivmedizinisch betreut werden. Die Lage im Heidekreis sei daher noch recht entspannt. Das könne sich aber binnen kurzer Zeit ändern, machte Jens Grote deutlich. „Impfen, impfen, impfen“, gaben er, Zinke und Rogge daher als Devise aus.

Landkreis und HKK werden ihren Teil dazu beitragen. Es liege die Genehmigung vor für ein fünftes mobiles Impfteam, berichtete der Landrat. Zudem würden in Walsrode und Soltau Gespräche geführt zur Anmietung von Räumlichkeiten für feste Impfzentren. Achim Rogge kündigte an, dass das HKK dem Heidekreis anbieten wolle, ebenfalls Menschen gegen Corona zu impfen. Booster-Impfungen für die HKK-Mitarbeitenden sollen Anfang Dezember starten.

Kommenden Monat wird sich dann der Aufsichtsrat mit den Plänen für den HKK-Neubau befassen. „Die Detailplanungen schreiten voran, momentan stehen Entscheidungen über die Außenfassade an, die so klimaresilient wie möglich sein soll“, hatte Rogge dem Gremium gestern als Sachstand berichtet.

Ende Januar, so der Plan, soll die Bevölkerung mittels 3-D-Modell einen Eindruck vom neuen Gesamtklinikum bekommen. Dann soll auch bekannt werden, was das zentrale Klinikum denn kosten wird.

Erster Adressat für Pläne und Kostenschätzung wird Anfang 2022 das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften sein. Im Juni soll dann der Krankenhausplanungsaussschuss über den Zuschuss aus Mitteln des Krankenhaus-Strukturfonds entscheiden. Dieser Fonds sei „massiv überzeichnet“, machte Rogge deutlich, dass man unter Zeitdruck stehe. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, so die Devise. Doch selbst bei größter Eile: Die Einweihung, da waren sich die drei Männer einig, werde erst der nächste Aufsichtsrat feiern können.

HKK-Neubaupläne stehen in Hannover weit oben auf der Liste

„Wenn jeder nur ein bisschen kriegt, kann keiner was machen“, fasste HKK-Geschäftsführer Achim Rogge in Worte, was passieren würde, falls die Mittel des überzeichneten Krankenhaus-Strukturfonds nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt würden. So wird er wohl beruhigt zur Kenntnis genommen haben, was die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper aus Hannover mitzuteilen hatte.

Denn mit dem Neubau des Heidekreis-Klinikums hatte sich am Mittwoch der Krankenhausplanungsausschuss im Niedersächsischen Landtag befasst. Laut Pieper gehört das HKK zu den vordringlich zu fördernden Projekten im Strukturfonds. Dafür habe sich der Ausschuss in seiner Sitzung ausgesprochen.

Durch den Strukturfonds II sollen überwiegend strukturverbessernde Maßnahmen wie Zentralisierungen, Zusammenlegungen und Zusammenschlüsse von Kliniken gefördert werden. Derartige Projekte werden derzeit außer im Heidekreis noch in Georgsheil und Diepholz geplant.

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