Ausstellung im Heidemuseum

Die Geschichte des Zinns

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Walsrodes Stadtarchivar Thorsten Neubert-Preine erläutert anhand von diversen Artikeln, die im Heidemuseum ausgestellt sind, die Geschichte der Zinnherstellung in der Löns-Stadt.

Walsrode - Klein und fein waren die Ansiedlungen von Zinnbetrieben im 16. und 17. Jahrhundert in Walsrodes Innenstadt, vermutlich in der Langen und Moorstraße. „Genau wissen wir das nicht“, sagte Stadtarchivar Thorsten Neubert-Preine, als am Samstagmorgen im Heidemuseum eine besondere Ausstellung eröffnet wurde.

Der Verein Heidemuseum Rischmannshof mit seiner Vorsitzenden Monika Seidel hatte eingeladen, und eine kleine, aber hochinteressierte Gruppe von Zuhörern kam, unter ihnen Walsrodes stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Söder.

1603 werden die ersten Kannengießer in Walsrode nachgewiesen

Der Stadtarchivar hatte einmal wieder „gebuddelt“ in Walsrodes Stadtgeschichte und einige Fakten herausbekommen, die so noch kaum jemand wusste.

1603 war es, als das Thema Zinn zum ersten Mal in Walsrode, in der damals noch kleinen Kernstadt, aufkam. Die Unterlagen verzeichnen eine Familie Behrens als sogenannte Kannengießer. Zinn war damals billig, wurde für viele Haushaltswaren gern genommen: Töpfe, Teller, Schüsseln und Becher. Viele von ihnen mit Eingravierungenungen der „Hersteller“ als stolze Erinnerungen.

In Soltau sind noch heute Spuren der Familie zu sehen

Drei Familien haben das Zinnhandwerk in Walsrode lange Zeit hochgehalten; genannt wird neben den Handwerkern Gerber und Harms auch die Familie Garbers, aus der ein Familienmitglied nach Soltau ging und das Unternehmen Röders aufbaute, das ja heute noch Zinnartikel herstellt. Gegenstände aus diesem Material wechselten im Laufe der Zeit in den Bereich des Kunsthandwerks. Das günstigere Porzellan löste Zinn ab; in Walsrode schlief das Handwerk ein.

Neubert-Preine berichtete bei seiner Führung auch von ganz besonderen Zinn-Artikeln, die teilweise mit rotem Glas versehen waren.

Sehenswert ist diese Ausstellung im Heidemuseum allemal, denn sie berichtet ziemlich lückenlos über einen wichtigen Teil der Handwerksgeschichte der Stadt.

Als nächste Veranstaltung des Vereins Heidemuseum Rischmannshof kündigte Seidel eine Märchenstunde am Donnerstag, 11. Mai, an, vor allem mit Kindergarten-Kindern.

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