Generalversammlung der Viehvermarktung

Mehr Umsatz, weniger Rendite

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Gerd Meyer-Haase, Werner Vorwerk, Hermann Thieler, Volker Carstens und Wilhem Behrens (v.l.).

Walsrode - Vorstand und Geschäftsführung der Viehvermarktung Walsrode-Visselhövede hätten sich erfolgreich dem unruhigen europäischen und deutschen Viehabsatzmarkt im Geschäftsjahr 2014 gestellt. Das berichtete Geschäftsführer Wilhelm Behrens auf der Generalversammlung der Genossenschaft im Hünzinger Hotel „Forellenhof“. Zwar fiel der Umsatz trotz gestiegener Absatzzahlen bei Nutz- und Schlachtvieh geringer aus, aber am Ende stand in der Bilanz ein Gewinn von rund 50000 Euro bei einem Rohergebnis von circa 3,7 Millionen Euro.

Vor allem Einflüsse auf den außerdeutschen Märkten hätten mit teils gefallenen Preisen bei Rindern, Schweinen und Ferkeln sowie beim Schlachtvieh zu geringeren Erlösen geführt. Aber da müsse man jetzt durch und auf eine Verbesserung der Marktlage hoffen, so Behrens. Die Viehvermarktung Walsrode-Visselhövede sei richtig aufgestellt. Das bestätigte der Wirtschaftsprüfer vom Genossenschaftsverband aus Hannover.

Wahlen: Amtsinhaber

bestätigt

Die Vermarktung von Schlachtrindern hat sich 2014 um 22,3 Prozent auf 12671 Stück und wertmäßig um 1,7 Millionen Euro beziehungsweise 15,2 Prozent erhöht. Der durchschnittliche Erlös betrug 1020,51 Euro gegenüber 1083,78 Euro im Vorjahr.

Überwiegend durch die Gewinnung von Neukunden erhöhte sich 2014 die Vermarktung von Schlachtschweinen um 10474 Stück (2,1 Prozent). Bedingt durch das gesunkene Preisniveau verminderten sich die Umsatzerlöse um 5,6 Millionen Euro oder 7,2 Prozent. Der durchschnittliche Erlös betrug 146,50 Euro gegenüber 161,28 Euro im Vorjahr.

Eine leichte Steigerung von 109 Stück gab es bei den Schlachtsauen. Wertmäßig fiel der Umsatz um 82000 Euro.

Der Schlachtviehumsatz insgesamt erhöhte sich 2014 gegenüber 2013 um 12895 Tiere (2,6 Prozent) auf 510268 Tiere mit einem Wert von insgesamt 85,8 Millionen Euro (Vorjahr 89,8 Millionen Euro).

Der Aufwärtstrend der Stückzahlen spiegelt sich auch in der Nutzviehvermarktung wider. „Wir konnten die Vermarktung der Fresser um 665 auf 2863 Stück und der Kälber um 215 auf 4105 Stück steigern“, sagte Behrens. „Unsere Beteiligung am Nutzsauen-Geschäft ist nicht sehr hoch, hier wurden 168 Tiere vermarktet.“ In der Ferkelabteilung sei der Umsatz um 30547 Stück auf 466698 Tiere gestiegen.

Im Nutzviehgeschäft erhöhte sich der Umsatz um 31404 auf 473834 Tiere. Der Erlös blieb mit 29,4 Millionen Euro nahezu konstant. Für ein Ferkel wurden durchschnittlich 57,28 Euro erzielt. Im Vorjahr waren es 62,26 Euro gewesen.

„Mit der Steigerung der Stückzahl von 44299 Tieren auf 984102 Stück haben wir 2014 schon einmal knapp an der Millionen-Marke geschnuppert“, so Behrens.

Durch das gesunkene Preisniveau fiel der Umsatz um knapp vier Millionen Euro auf rund 115 Millionen Euro. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis lässt eine Warenrückvergütung für das abgelaufene Wirtschaftsjahr zu.

Bei den Vorstands- und Aufsichtsratswahlen wurden die Vorstandsmitglieder Gerd Meyer-Haase, Werner Vorwerk sowie die Aufsichtsratsmitglieder Volker Carstens (Vorstand), Bernd Köhnken und Hermann Thieler einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Zum Abschluss hielt Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer vom Europäischen Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften einen Vortrag über Vegetarismus und Veganer. Er ging auf Behauptungen der Vegetarier- und Öko-Szene ein und riet den Landwirten, sich mit professioneller Hilfe gegen die „unsinnigen und wirtschaftlich für die Landwirtschaft gefährlichen Kampagnen“ zu wehren.

hf

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