Engagement für Tierfreunde

Patenschaften im Weltvogelpark Walsrode immer beliebter

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Die Patenschaft für einen Wellensittich kostet jährlich 50 Euro.

Walsrode - Eine Patenschaft, sei es für einen Wellensittich oder für ein Gehege – immer mehr Vogelfreunde engagieren sich dauerhaft als Paten im Weltvogelpark Walsrode. Mit einer jährlichen Zahlung ab 50 Euro für einen Wellensittich tragen viele Menschen auf diese Weise aktiv zum Natur- und Artenschutz bei.

Die Motivation der Paten sei durchaus unterschiedlich, berichtet Weltvogelpark-Geschäftsführer Geer Scheres in einer Pressemitteilung. Mit Tausenden Tieren aus 650 Arten und allen Kontinenten sei der Weltvogelpark Walsrode der größte seiner Art, heißt es weiter. Die Weltvogelpark-Stiftung unterstütze viele Arten- und Naturschutzprojekte weltweit. 

Mit einem jährlichen finanziellen Beitrag könnten die Besucher aktiv mitwirken. „Als Vogelpaten übernehmen sie damit nicht nur Verantwortung, sie bauen gleichzeitig auch ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis zu unseren Vögeln auf“, verrät Scheres. „Die Paten haben auf der einen Seite oft ein sehr emotionales Verhältnis zu ihren Tieren und wissen andererseits, dass diese bei uns absolut artgerecht gehalten werden. Das wäre in den eigenen vier Wänden nur sehr schwer möglich.“

Patengruppe organisiert gemeinsame Besuche

Die meisten Paten hätten eine Jahreskarte und besuchten ihre Vögel oftmals mehrere Male die Woche. „Ich hatte früher selbst Vögel und weiß, wie schwierig das ist, ihnen gerecht zu werden. Ich bin berufstätig und habe gar keine Zeit, mich täglich um einen eigenen Vogel zu kümmern. Papageien und Kakadus sind ja hochintelligent und benötigen immer auch Partner und ständige Zuwendung. Eine große Voliere ist sehr aufwendig in der Pflege und Reinigung. Im Weltvogelpark weiß ich, dass sich hier Profis liebevoll um meinen Patenvogel, einen Nacktaugenkakadu kümmern“, so Oliver Kaltenbach, der wenige Kilometer vom Vogelpark entfernt lebt. Fast täglich besucht er seinen Vogel – unter der Woche nach Feierabend, am Wochenende auch länger. Längst hat er sich einer Patengruppe angeschlossen, die sich austauscht und gemeinsame Besuche organisiert.

Über 50 Paten gebe es im Vogelpark, Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Regionen, heißt es weiter. Der finanzielle Hintergrund variiere stark. Die Zahl der Paten steige kontinuierlich an.

Auch Kinder können Verantwortung übernehmen

„Wir haben Vogelpaten, die jeden Freitag mit dem Auto zu uns und ihrem Vogel fahren. Kinder können, zum Beispiel für einen Wellensittich, erste Verantwortung übernehmen. Wir bieten aber auch Patenschaften für ganze Gehege an. Das ist eher etwas für Unternehmen, die auf diese Weise ihre Haltung zu Naturschutz und Nachhaltigkeit untermauern können. Wir finden garantiert für jeden das richtige Engagement – bei 650 Arten ist das kein Problem“, so Scheres.

Alle Paten erhalten neben einer Urkunde je nach Höhe der Zuwendung Tages- oder sogar Jahreskarten. Als gemeinnützige Spende ist die Patenschaft steuerlich absetzbar.

Nur einen Wermutstropfen gibt es: Mit dem Beginn der rund viereinhalbmonatigen Winterpause Anfang November hieß es erst einmal Abschied nehmen. „Das fällt mir ganz schön schwer. Ich freu' mich jedoch schon auf das Wiedersehen. Kakadus erkennen ja ihre Bezugspersonen und bauen eine emotionale Bindung auf. Am Eröffnungstag im Frühjahr ist mein Vogel dann ganz aus dem Häuschen. Da geht mir wirklich das Herz auf“, gibt Kaltenbach zu.

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