SoVD greift ein

Neue Ampeln sorgen für Probleme bei behinderten Menschen

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Die Ampel, mit der alles begann: Im Bereich Kirchplatz/Brückstraße und Moorstraße traten die ersten heftigen Schwierigkeiten auf, die auch den SoVD-Kreisverband Heidekreis beschäftigten.

Walsrode - Die neuen Ampeln in der Walsroder Innenstadt machen Probleme und führen möglicherweise zu gefährlichen Verkehrssituationen. Der SoVD-Kreisverband ging Hinweisen seiner Mitglieder nach und stellte bei einer Überprüfung fest, dass vor allem blinde Fußgänger gefährdet werden könnten, wenn sie im Bereich der Walsroder Kreissparkasse über die Straße Am Kirchplatz gehen.

Das durchlaufende „Tackern“ der Ampeln, das Sehbehinderten mitteilen soll, dass sie jetzt gehen können, scheint auch aufzutauchen, wenn Fußgänger noch „Rot“ haben.

Bei einem Ortstermin an diesem schwierigen Verkehrspunkt, zu dem auch die Bereiche Brückstraße und Moorstraße gehören, informierten sich Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr über die Situation. Die Einmündung Poststraße und der Bereich der Volksbank wurden ebenfalls in Augenschein genommen. 

Darüber hinaus wurde nach Problemen im Bereich Bergstraße/Neue Straße und an der Einmündung der Oskar-Wolff-Straße in die Moorstraße geschaut. Hier hatte es durch Ampelausfälle teilweise heftige Staus gegeben. Das Ergebnis: Es wird etwas getan, Anlagen sind teilweise neu eingestellt worden. „Es ist jetzt alles wieder gut“, so die Behörde.

Der SoVD- Kreisverband hatte zunächst das Ordnungsamt der Stadt informiert. In der Stadtverwaltung waren bereits unterschiedliche Beschwerden von Bürgern wegen der neuen Ampelschaltung eingegangen.

Behörde schaltet sich ein

Als aus Fußgängersicht am wenigsten gelungen ist nach Meinung des SoVD der Bereich des Kirchplatzes, Höhe Brückstraße. Hier müssen seit dem Umbau alle Ampeln von den Fußgängern extra betätigt werden, damit sie den fließenden Verkehr stoppen.

Und dann kommt noch der gefährliche Moment mit den beiden neuen Taktgeräuschen aus den Ampeln hinzu. Die Geräusche der Ampeln vermischen sich möglicherweise so, dass es gerade für behinderte Menschen kaum noch wahrnehmbar ist, wann die Überwege passierbar sind.

Werner Niedfeld, Leiter Fachbereich Betrieb und Verkehr von der zuständigen Straßenbaubehörde, Geschäftsbereich Verden, gegenüber unserer Zeitung: „Von den Signalmasten geht ein akustisches Orientierungssignal zum Auffinden der Anforderungstaster und Signalgeber aus.“ 

Dieses dürfe nicht mit dem akustischen Freigabesignal verwechselt werden, das parallel zum Grünsignal für Fußgänger ertönt. Es handele sich um keine Fehlfunktion der Lichtsignalanlage, betonte Niedfeld. Annette Krämer, Kreisfrauensprecherin des SoVD und Rollstuhlfahrerin im Eigentest: „Wir haben immer noch andere Erfahrungen machen müssen.“ Aber möglicherweise sei dieser Zustand inzwischen behoben worden.

Die Signalschaltung am Knoten Kirchplatz/Brückstraße wurde nach Hinweisen des SoVD vor Ort geändert. Die Anforderung für das Fußgängersignal erfolge jetzt „passiv“, das heißt, dass die Freigabe für das Fußgängersignal automatisch erfolgt. Das Blindensignal sei weiterhin separat anzufordern, betont Niedfeld.

An der Signalanlage bei der Volksbank sei das Fußgängersignal gesondert anzufordern. Dies gelte für die optische wie für die akustische Signalisierung.

Niedfeld weiter: An der Signalanlage Moorstraße/Poststraße werde das Fußgängersignal automatisch gegeben. Fußgänger, die die Moorstraße überqueren möchten, haben jedoch das Freigabesignal über den Drucktaster anzufordern.

Die Störung der Signalanlage Lange Straße/Oskar-Wolff-Straße sei behoben worden.

Die Hinweise bezüglich der Fußgängersignalisierung am Kirchplatz seien bereits umgesetzt worden, so Niedfeld. Das akustische Freigabesignal sei verlängert worden. Ursprünglich sei die Mindestzeit programmiert worden. Das sogenannte taktile Signal unterhalb des Anforderungstasters habe nicht die geforderte Intensität gehabt und habe nur schwierig wahrgenommen werden können.

Niedfeld kündigte an, in Kürze den SoVD-Kreisvorstand einladen zu wollen, um die „wichtigen Hinweise des Verbandes in unsere Arbeit einfließen zu lassen“.

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