Gedenkfeier am symbolischen Tor des ehemaligen Straflagers in Oerbke

Beispiel für Versöhnung über den Gräbern

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An der Gedenkfeier nahmen auch ehemalige Gefangene teil.

Oerbke - Man schrieb den 16. April 1945, als britische Truppen auf das Straflager XI B in Oerbke stießen. Den Soldaten des 8th Kings Royal Irish Hussars bot sich ein Bild des Elends, ein Bild, das sie nie vergessen werden. Gefangene aus 13 Nationen waren in Oerbke untergebracht. Für die Befreiten erschien die Rettung wohl wie ein Wunder. Seit vielen Jahren wird der Tag der Lagerbefreiung mit einer vom 2nd Battalion REME gestalteten Gedenkfeier begangen.

2005 hatten die Soldaten der Einheit am Rande des ehemaligen Lagers Oerbke ein symbolisches Tor als Mahnmal errichtet. Am Sonntag fand die vorerst letzte britische Gedenkfeier unter Beteiligung örtlicher Institutionen dort statt. Neben Abordnungen der REME und anderer britischer Einheiten nahmen auch Niederländer, Belgier, Amerikaner, die British Legion, Bezirk Bad Fallingbostel, sowie die örtliche Reservistenkameradschaft Fallingbostel/Walsrode an der Veranstaltung teil. Auch die Bad Fallingbosteler Bürgermeisterin Karin Thorey und der Bezirksvorsteher des Gemeindefreien Bezirks, Andreas Ege, der am Mahnmal einen Kranz niederlegte, waren dabei.

Zur würdevoll gestalteten Gedenkfeier, die vom britischen Militärgeistlichen Reverend Peter Hennegan geleitet wurde, waren auch zahlreiche Angehörige ehemaliger Gefangener in Oerbke angereist.

Das Besondere: Zwei britische Überlebende nahmen zusammen mit einem deutschen Kriegsgefangenen, der in einem amerikanischen Lager interniert gewesen war, teil. Nacheinander legten die drei Herren Kränze nieder. Hennegan würdigte das Zusammentreffen der drei Überlebenden – alle über 90 Jahre alt – als ein gelungenes . Der Geistliche dankte Gott dafür, dass aus Gegnern Freunde werden konnten und mahnte die Anwesenden zu Wachsamkeit, Menschlichkeit und Toleranz, damit es nie wieder Krieg zwischen den Völkern Europas geben möge.

Für die in Oerbke stationierten britischen Truppen war es die letzte Gedenkfeier dieser Art, da sie in ihre Heimat abgezogen werden.

Bezirksvorsteher Andreas Ege versicherte eingedenk der Mahnung des Militärgeistlichen, dass es weiterhin eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal in Oerbke geben werde. Er könne sich vorstellen, dass der Gemeindefreie Bezirk diese zusammen mit dem Militärmuseum Bad Fallingbostel gestalte.

hf

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