Videoschalte nach Berlin / Dehoga-Vertreter diskutieren mit Politikern

Gastronomen bitten um Hilfe

Lars Klingbeil im Online-Dialog mit der Dehoga.
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Lars Klingbeil im Online-Dialog mit der Dehoga.

Heidekreis – In einer Videoschalte nach Berlin und einem Gespräch mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil und dem Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke forderten mehrere Vertreter der heimischen Gastronomie und Hotellerie die beiden Politiker auf, sie nicht im Regen stehen zu lassen. Auch nach dem 1. Dezember müssten Hilfen für diesen arg gebeutelte Wirtschaftsbereich zur Verfügung gestellt werden. „Sonst werden viele unserer Betriebe in die Insolvenz gehen müssen“, berichtete Dehoga-Kreisvorsitzender Jens Asche. „Wir im Serengeti-Park haben zwar gute Zahlen im Sommer geschrieben, aber das reicht noch längst nicht aus, um auch in Zukunft gut weiter arbeiten zu können.“ Asche wandte sich besonders an die Landespolitik, die überlegen solle, ob man das Durchfahren des Parks, wie schon einmal erfolgreich durchgeführt, gestatten sollte. „Wir hatten im Sommer warme Betten.“

Der Kreisvorsitzende machte aber auch klar, dass es vor allem um die vielen kleinen Betriebe gehe, die durch die politischen Entscheidungen in Berlin erneut getroffen würden. Viele kämpften um ihre Existenz, „obwohl gerade wir uns an die hygienischen Vorschriften extrem korrekt gehalten haben.“ Massive Vorwürfe gab es an die niedersächsische Gesundheitsministerin, die in vielen Situationen zu spät reagiert habe. „Wir sind doch kein Kindergarten“, so Klaus Anger, zweiter Vorsitzender der Dehoga-Kreisgruppe. Gäste und Mitarbeiter seien nicht die wahren Auslöser für das Infektionsgeschehen gewesen. Die steigenden Coronazahlen verstehen kann auch Klingbeil nicht. „Wir forschen in Berlin, woher diese Zahlen kommen. Ich habe keine Verstöße in der Gastronomie und in der Hotellerie feststellen können, auch nicht auf meinen Flug- und Bahnfahrten.“ Trotzdem seien die Zahlen enorm gestiegen. Und darum müssten die von der Mehrheit der Politik verabschiedeten Maßnahmen unbedingt umgesetzt werden.

Zinke und Klingbeil wollen versuchen, Einzelprojekte, wie eine Teilöffnung des Serengetiparks durchzubringen. Ein schwerer Weg, wissen die beiden, weil es mittlerweile viele Menschen in Deutschland gebe, die anderer Meinung seien. Warum sollten in den Freizeitbereich so viele Gelder fließen?

Die Hoteliers baten die Politiker, aktiv dagegen anzugehen. Klingbeil, der kurz nach der Videoschaltung mit Vizekanzler Olaf Scholz zusammentraf, versprach genauso wie Zinke, für diesen wichtigen Wirtschaftsbereich aktiv zu bleiben. Die 75-Prozent-Novemberlösung sei keine schlechte Entscheidung gewesen, helfe aber nur im Augenblick. Sie sollte möglichst unbürokratisch und zügig bei Gastronomen und Hoteliers ankommen. „Sonst werden wir viele Insolvenzen erleben“, so Asche.  mü

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