Sammler- und Spielwarenbörse in der Walsroder Stadthalle / Weniger Besucher

Fundgrube für Bastel-Freaks und sogar Café-Betreiber

Harte Verhandlungen um Spur-0-Schienen mit einem der Anbieter. Die Auswahl in der Stadthalle war groß. - Foto: Wehler

Walsrode - Zweimal pro Jahr, findet in der Walsroder Stadthalle eine große Sammler- und Spielwarenbörse statt. Während die Börse in früheren Jahren ein regelrechter Besuchermagnet war, bemerkt Veranstalter Matthias Lübker seit einiger Zeit einen Besucherrückgang.

Nach der Veranstaltung am Ostersonntag zeigte sich Lübker enttäuscht. Ein Vertreter des Walsroder Stadtmarketings habe verlangt, die Stelltafeln mit Wegweisungen von den Zufahrten zur Stadthalle zu entfernen. Werben dürfe in der Stadt nur das Stadtmarketing, sei die Begründung gewesen. Dafür würden Werbeflächen auf den Tukan-Tafeln in der Stadt vermietet. Das bestätigte auf Nachfrage Silke Riebesehl als Vertreterin des Stadtmarketings. Plakatierungen an Laternen oder mit Holzaufstellern an Straßen seien seit dem vergangenen Jahr in Walsrode verboten.

Für Lübker kommen jedoch die Tukan-Tafeln nicht in Frage. Er benötige eine großräumige Wegweisung zur Stadthalle, weil viele Besucher, aber auch zahlreiche Aussteller von weiter her kämen. So könne er den Zuschauerschwund nicht auffangen.

Zu sehen gab es auf der Börse vieles, was das Herz von Spielzeugliebhabern höherschlagen lässt. „Man sollte nicht glauben, was Menschen so alles sammeln“, sagte ein Aussteller von Modelleisenbahnen. Er konnte sich an einen Kunden erinnern, der ihm eine fast schon antiquarische, beschädigte Lokomotive, hergestellt um 1910, abgekauft hatte. Der Mann, so der Aussteller am Ostersonntag in der gut bestückten Stadthalle, sei ein „absoluter Bastel-Freak“ gewesen, dem es einfach Spaß bereite, solch ein altes Modell wieder gangbar zu machen, einschließlich des notwendigen Teilenachbaus.

In diese Kategorie passt beinahe auch der Kirchenmusiker Jan-Jürgen Wasmuth, der mit seiner erwachsenen Tochter die Börse besuchte. Sie suchte nach einem Modellbahnzug der Spur 0. Wasmuth erläuterte, dass der Zug im Gartencafé der Tochter später Kaffee und Kuchen servieren solle.

Viele Besucher fanden ihr Modellauto, ihren Eisenbahnzug oder den fehlenden Waggon. Die Auswahl war reichlich. Aussteller, überwiegend private, waren mit ihren umfangreichen Sammlungen aus einem Umkreis bis Hamburg angereist. Ein Besuch der Spielzeugbörse war jedenfalls eine gute Alternative zum feuchten Osterspaziergang. - hf

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