Bundespolizei und Feuerwehren proben den Ernstfall

Feuer im Heizungskeller

Die Feuerwehr übte auf dem Gelände der Bundespolizei in Walsrode den Ernstfall. Fotos: Müller

Walsrode – Mit einer groß angelegten Brandschutzübung der Freiwilligen Ortsfeuerwehren aus Walsrode und Honerdingen hat die Bundespolizei am Donnerstagabend in ihrer Unterkunft an der Schulstraße die neue Brandschutzverordnung getestet, die seit kurzer Zeit auf dem Gelände der Bundespolizei gilt.

Nach gut 90 Minuten gab es Entwarnung für die angenommene Ernstlage „Heizungsbrand im Keller und starke Rauchentwicklung in der Unterkunft A – Evakuierung erforderlich“.

Nach einer intensiven Durchsuchung der Räume, in denen zurzeit 125 Anwärter für den Polizeidienst wohnen, zog Stadtbrandmeister Volker Langrehr eine zufriedenstellende Bilanz: „Wir haben gemeinsam mit der Bundespolizei alles im Griff. Es gab bei den angenommenenLöscharbeiten keine Probleme. Die neuen Brandschutzregeln werden schon jetzt gut umgesetzt.“ Das Zusammenspiel zwischen der Feuerwehr und den Mitarbeitern des Aus- und Fortbildungszentrums habe sehr gut funktioniert. Obendrein sei das Zusammenspiel der Ortsfeuerwehren Walsrode und Honerdingen bei einer Großfeuerlage trainiert worden.

Die Übung war streng geheim vorbereitet worden. Nur drei Personen waren im Vorfeld informiert. Gegen 18.30 Uhr gab es Sirenenalarm. Die Feuerwehren waren schnell vor Ort, kamen mit insgesamt 52 Einsatzkräften und wurden direkt an der Wache, die im Vorfeld ebenfalls nicht informiert worden war, durch Mitarbeiter der Bundespolizei in die Lage eingewiesen.

Ein Bewohner des Hauses hatte das Aufsteigen von Rauch aus dem Heizungskeller gemeldet. Er hatte auch veranlasst, dass das Gebäude von allen Personen verlassen wurde. Die Feuerwehr suchte allerdings noch nach zwei vermissten Personen, die unter Einsatz von Atemschutzgeräten gefunden und aus dem Haus gebracht wurden. Für diese Rettungsaktion waren Puppen vorbereitet worden. Benötigt wurde auch die Drehleiter, mit der mögliche Brandnester gesucht wurden. Die Einsatzstelle wurde weiträumig ausgeleuchtet.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Boris Steinberg, Pressesprecher der Bundespolizei. Ziel sei es, für alle 400 Polizeianwärter, die zurzeit in den Gebäuden der Bundespolizei wohnen, größtmögliche Sicherheit zu erreichen. Das gelte auch für die Anwohner rund um die Anlage. „Denen sind wir es einfach schuldig, dass wir optimal auch auf einen Ernstfall vorbereitet sein können.“ Dazu gehörten auch immer wiederkehrende Gefahrentrainings, sagte Steinberg.  mü

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