Heute und morgen noch Gartenfestival auf dem Beekenhof in Bommelsen

Vom „Feierabendspaten“ bis zur „Bienenweide-Mischung“

Rosenkavaliere: Gartenbotschafter John Langley (l.) und Züchter Armin Eßer posieren gemeinsam mit Sabine Staab. Die Huderin bietet in Bommelsen Schmuck aus Pferdehaar sowie Handtaschen aus alten Reitstiefeln an. - Fotos: Preuß

Bommelsen - Schon der Weg nach Bommelsen lohnt sich, durch die Dörfer des Heidekreises, vorbei an schmucken Häuschen und gepflegten Höfen. Inmitten der Idylle liegt der Beekenhof, auf dessen weitläufigem Grund Besitzer Jan Siemsglüss an diesem Wochenende das nunmehr 15. Gartenfestival veranstaltet.

Tausende Besucher werden dazu erwartet. Um ihnen immer wieder Neues bietet zu können, ist Jan Siemsglüss in ganz Deutschland auf der Suche nach Ausstellern. „40 000 Kilometer fahre ich im Jahr“, sagt er.

Ein Blick auf die Kennzeichen der Autos auf dem fußläufig zu ereichenden „Naturparkplatz“ (ein umfunktioniertes Feld) zeigt: Der abwechslungsreiche Mix aus Pflanzenmarkt, kulinarischen Angebten und Dekorativem für Haus & Garten lockt nicht nur Gäste aus der näheren Umgebung an. Um im Schatten alter Eichen und Kastanien, zwischen Kornspeicher und altem Pferdestall wandeln zu können, nehmen die Besucher gerne auch längere Anfahrtswege in Kauf.

Oder aber sie nutzen den Urlaub in der Heide für einen Abstecher zum Beekenhof. So wie das Ehepaar aus Thüringen, das mit zwei „Feierabendspaten“ den Heimweg antritt.

Das Gartengerät inklusive Flaschenhalter stammt von Rouven Böttcher aus Wolfsburg. Der gelernte Dachdecker bietet witterungsbeständige Möbel an. „Da ist nicht eine Schraube drin, nur Holzdübel, wie früher“, sagt er stolz. „Das wusste ich noch gar nicht“, sagt John Langley interessiert.

Mit dem als NDR-Fernsehgärtner bekannt gewordenen Langley über den Beekenhof zu bummeln, ist ein Erlebnis der besonderen Art. Bommelsen, so sagt er, sei für ihn wie Urlaub, zumal sein Handy dort keinen Empfang habe. An Kommunikation mangelt es ihm aber nicht. Schließlich schätzt er an dem Festival vor allem die Gelegenheit, mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Munter plaudert er mit Ausstellern und Besuchern, probiert hier schnell mal ein paar Hüte auf, greift dort zur Tagetes, um ihre fatale Wirkung auf Fadenwürmer zu erklären, schwärmt für Patricia Mordaß und ihre 150 Tomatensorten oder rühmt den Oytener Uwe Siebers für seine besondere Saatmischung.

Der 66-jährige Langley ist als Gartenbotschafter in Bommelsen. Und als solcher hat er sich in diesem Jahr vor allem den Schutz der Bienen auf die Fahnen geschrieben. Mit seinem Ansinnen, bienenfreundlich zu pflanzen, rannte er bei Siebers offene Türen ein. Nun wird in Bommelsen erstmals die „Bienenweide-Mischung“ angeboten, deren Vielfalt mit 47 ein- und mehrjährigen Pflanzen fast an die des Festivals heranreicht. J kp

www.antik-haus-gartenfestival.de

www.johnlangley.de

www.gartenbotschafer.de

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