Ökobäuerin Julia Betteldorf baut Physalis an

Exot wächst auf Eilter Acker

Frau in einem Feld mit Physalis-Pflanzen  und Hokkaidos.
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Julia mitten im Feld mit Physalis-Pflanzen (links) und Hokkaidos. Es fehlt in diesem Jahr die Wärme.

Eilte – Mag sein, dass die Idee der Ökobäuerin Julia Betteldorf vom Biohof Eilte etwas exotisch klingt, „aber ich habe mich in diese Frucht einfach nur verliebt“, sagt die 28-Jährige. Sie hat sich entschieden, eine Pflanze anzubauen, die eigentlich in den Anden oder in Südafrika zu Hause ist – die Physalis. Seit drei Jahren wächst die Frucht auf einem eher schwarzen Sandboden mit etwas Schluff in der Allermarsch.

Zufällig die Physalis entdeckt

„Ich bin rein zufällig zu der Pflanze gekommen, als ich irrtümlich Samen der Physalis, die sich auch Kapstachelbeere nennt“, verstreute und als plötzlich in unserem kleinen Hofgarten wunderbare Pflanzen mit kräftigen Früchten wuchsen.“ Aus 150 dieser fruchtigen Pflänzchen wurden 250, die auf den Acker kamen, sich in den beiden vergangenen Jahren über viel Sonne und Trockenheit freuten und einen guten Ertrag abgaben. „Und darum habe ich mich für sie entschieden“, so Julia Betteldorf.

Auch wenn die Physalis sich in diesem eher feuchten und kühlen Jahr weniger gut entwickelt hat, noch kleine Früchte trägt: Bienen mögen die Blüte. Vielleicht kommen die Pflanzen gar nicht zur Vollreife. „Damit muss ich dann einfach auch einmal leben können“, sagt die Landwirtin.

Die Eilterin hat Landwirtschaft in Kassel studiert und dort auch ihren Ehemann Julius kennengelernt.. Das Ehepaar hat zwei Töchter. die etwas über ein Jahr alte Lotta und die quirlige Mila, die bald vier Jahre werden wird. „Ich sitze gern im Büro, die beiden Kinder sind eine kleine Herausforderung, aber auch unsere Naturflächen machen Spaß“, sagt Julia.

Während die Männer des Betriebes sich hauptsächlich um die Büffel und den Anbau der Kartoffeln und Zwiebeln kümmern („Damit verdienen wir heute in der Hauptsache unser Geld), probiert die Jungbäuerin andere Dinge. Physalis ist ihr großes Steckenpferd, aber auch Kürbis und Süßkartoffeln und ein weites Feld mit Knoblauch ist dazugekommen. Der Knoblauch ist bereits abgeerntet, hatte einen guten Ertrag und wird im Hofladen angeboten. Knoblauchfelder gibt es nicht viele in der Region.

Julia will den Hof gemeinsam mit ihren beiden Gbr-Partnern fortentwickeln. „Wir wollen das Angebot für den Hofladen ausbauen“, sagt sie „und wir wollen im Angebot noch besser werden.“ Die Entscheidung, Physalis in Eilte anzusiedeln, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.  mü

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