Abfallwirtschaft Heidekreis möchte andere Kommunen ins Boot holen

Erfolgsmodell Walsroder Becher

Timo Albeshausen, Claudia Wolther und Roland Ehlers (von links) mit Bechern in der Hand.
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Sie hatten die Idee für die „Walsroder Becher“: Timo Albeshausen, Claudia Wolther und Roland Ehlers (von links).

Heidekreis – In verschiedenen Bäckereien rund um Walsrode, in Verden, Soltau und in einer Reihe anderer Orte sind sie fast schon ein regionales Aushängeschild geworden: die Walsroder Becher. Für nur einen Euro kann man sich einen solchen Becker kaufen und in einer Art Pfandsystem immer wieder für sein Getränk nutzen.

„Wir wollen den Müllberg der Kaffeebecher eindämmen“, sagt Helmut Schäfer, Vorstand der Abfallwirtschaft Heidekreis (AHK) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Roland Ehlers und Timo Albeshausen von den Berufsbildenden Schulen (BBS) Walsrode haben die Idee für die Stadt Walsrode entwickelt. „Wir sind auf einem guten Weg. Viele Menschen machen bereits mit“, sagt Ehlers.

In Kirchboitzen und umzu sind die Becher bereits ausverkauft. Hier soll für Nachschub gesorgt werden. Auch Claudia Wolther, die in Walsrode, Soltau und Verden Bäckereifachgeschäfte betreibt, spricht von einer guten Resonanz. „Wir werden künftig noch mehr Artikel mit Pfandbeiträgen belasten müssen. Darum sind wir froh, in diese neue Richtung schon jetzt eingestiegen zu sein.“

Regionales Produkt

Für Timo Albeshausen kommt die Regionalität dieses Produktes, „das wir bald auch in Walsrode selbst herstellen lassen werden“ hinzu.

Weitere Kommunen und Bäckereien gesucht

Ehlers und Albeshausen würden sich freuen, wenn sich noch weitere Kommunen und andere Bäckereien an diese Aktion anhängen. Helmut Schäfer und Roland Ehlers haben erste neue Kontakte geknüpft und mit dem Dorfladen in Düshorn und mit Soltauer Bäckereien gesprochen. Bisher sind neben den Bäckerfachgeschäften von Wolthers die Landbäckerei Meyer mit Geschäften in Kirchboitzen, Hohenaverbergen, Nordkampen und Walsrode dabei, Stadtländer und die BBS Walsrode.

Gegen die Vermüllung der Landschaft

In Deutschland werden pro Stunde 320 000 Kaffeebecher weggeworfen. Die Einführung flächendeckender Pfandbechersysteme stelle, so AHK-Chef Helmut Schäfer, einen wirksamen Beitrag zur Abfallvermeidung dar und wirke der Vermüllung der Landschaft entgegen. Die AHK war das Unternehmen, das die Erstausstattung der Bäckereien mit rund 4 500 Bechern und einem Gesamtkostenaufwand von 10 000 Euro unterstützte. Schäfer sieht es als „angekommenes Erfolgsmodell“, das man weiter begleiten möchte.

Claudia Wolther, Roland Ehlers und Timo Albeshausen sind sich einig: „Wir bleiben am Ball.“  mü

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