Ben Riddle und Echo Bloom in Düshorn

Mit enormer Livepräsenz

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Echo Bloom beim Auftritt in Düshorn. 

Düshorn - Ben Riddle, Singer-Songwriter aus Australien, und die Band Echo Bloom aus New York lockten 140 Konzertbesucher zu einem Doppelkonzert in die Düshorner Kirche. Nach einer kurzen Einführung von Heiko Grein, dem Gründer des Musiknetzwerkes Songs & Whispers, das die Tourneen der Künstler organisiert, betrat Ben Riddle die Bühne im Chorraum des Gotteshauses. Unterstützt von Dasha Wright mit Violine und Gesang, trug er seine Songs vor.

Es handelte sich oft um sehr persönliche Lieder: Eines hat er einem jung verstorbenen Freund gewidmet, ein weiteres seiner Zwillingsschwester, in dem er ihr und allen Müttern als „Angels in Disguise“ (Engeln in Verkleidung) Ehre erweist. Es waren gefühlvolle doch sehr stringente Stücke, die in einen ganz eigenen Folk-Stil umgesetzt waren. Ben Riddles sanfte Stimme und Gitarrenklänge harmonierten stimmig mit Geige und Gesang von Dasha Wright, die seit vielen Jahren in Bremen lebt. Sie half dem Publikum auch mit der Übersetzung der Songankündigungen ins Deutsche. Schnelle und langsame, fröhliche wie melancholische Werke, die durch Authentizität überzeugten, sorgten für ein abwechslungsreiches Programm, das begeisterte.

Verschiedene Stilrichtungen

Nach eine kurzen Pause trat die Band Echo Bloom auf. Atmosphärisch dichte und eingängige Songs verschiedener Stilrichtungen mit hohem Wiedererkennungswert sind ihr Markenzeichen. Gerade ist das zweite Album der Farbtrilogie erschienen: Nach dem Folk-Album „Blue“ (Blau) nun das eher durch Country und Rock geprägte „Red“ (Rot); im nächsten Jahr erscheint das Pop-dominierte Album „Green“ (Grün). Aus allen Farben wurde in diesem Konzert etwas präsentiert, sodass ein buntes Programm entstand, zu dem die blumige Bühnendekoration gut passte. Leadsänger und Gitarrist Kyle Evans gab den Songs mit seiner markanten Stimme eine besondere Note, kontrapunktiert durch den Backgroundgesang von Aviva Jaye, die Klavier und Keyboard spielte. Jason Mattis mit der Bassgitarre und Cody Rahn am Schlagzeug gaben den Songs einen vollen Körper.

Thematisch deckten die Songs ein weites Spektrum ab. Durch ihre enorme Livepräsenz vermochte Echo Bloom das Publikum regelrecht zu fesseln, so dass man am Ende mancher Songs eine Stecknadel hätte fallen hören können, bevor begeisterter Applaus erklang.

Begeisterter Applaus

Das galt nicht zuletzt für den eindringlichen Song „Willingham“, den die Band auf besonderen Wunsch von Pastor Bernd Piorunek spielte. Der Düshorner Pastor gab eine Einführung auf Deutsch zu dem Song, der auf einer wahren Geschichte basiert: Er erzählt von Cameron Todd Willingham, einem Mann aus Texas, der bei einem Hausbrand seine drei kleinen Töchter verlor und anschließend beschuldigt wurde, das Feuer selbst gelegt zu haben. Obwohl er vor Gericht bis zuletzt seine Unschuld beteuerte, wurde er in einem Indizienprozess zum Tode verurteilt und 2004 hingerichtet. Fünf Jahre später kam heraus, dass es keinen zwingenden Beweis für Brandstiftung gab, das Feuer wahrscheinlich ein tragischer Unfall war und ein unschuldiger Mann hingerichtet wurde.

Nach langem Applaus endete das Konzert, und die Teilnehmer hatten noch Gelegenheit, mit den Musikern ins Gespräch zu kommen.

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