Einweihung der 61000 Quadratmeter großen Anlage von Home24 im A27-Park

Logistikzentrum eröffnet

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Die Eröffnungsgäste wurden durch die Hallen geführt. In der Mitte ist Minister Peter-Jürgen Schneider zu sehen.

Schneeheide - „Wir sind heute auf der Jagd nach Rekorden“, sagte Robert Esser, Wirtschaftsjournalist und Moderator der Gesprächsrunde zur Eröffnung des Logistikzentrums von Home24 im A27-Park in Schneeheide.

Die Anlage sei 61000 Quadratmeter groß, die sechs Hallen jeweils 12,20 Meter hoch. „Das sind gigantische Ausmaße.“ Und hier zuhause sei Europas größtes Online-Möbelhaus mit einem Portfolio von 180000 Artikeln.

Axel Hefer, Chief Financial Officer & Chief Operations Officer von Home24, erklärte, dass es sich um ein zentrales Importlager handele. Die Containerware komme überwiegend in den Häfen von Hamburg, Wilhelmshaven und Bremerhaven an und werde von Walsrode aus in sieben europäische Länder weiterverteilt. Hierfür seien die Nord-Süd- und Ost-West-Achsen der nahen Autobahnen ideal. Aktuell hätten sie 30 Mitarbeiter in Schneeheide, in 18 Monaten sollen es 250 sein. „Wir suchen noch. Wir möchten die Kapazität so schnell wie möglich erhöhen.“ Der Betrieb wird langsam aufgenommen – momentan werden operativ zwei Hallen genutzt.

In nur sieben Monaten sei das Logistikzentrum entstanden, berichtete Hefer, der die Zusammenarbeit mit dem Immobilienkonzern Goodman ebenso lobte wie die mit Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring.

Christof Prange, Head of Business Development von Goodman Germany, erzählte, dass es 75 Tore für anliefernde Lkws in Schneeheide gebe. Alles sei für eine hohe Frequenz ausgelegt.

Die Hallen seien beheizbar, würden mit LEDs beleuchtet und um Waren präsentieren zu können, seien Mezzanine-Flächen geschaffen worden. Geplant sei zudem, die Anlage von der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen zertifizieren zu lassen.

Prange berichtete, dass nicht nur die Bau-, sondern auch die Initiierungsphase sehr ambitioniert gewesen sei. In nur drei Wochen seien die vertraglichen Grundlagen erarbeitet worden. „Die Kommune hat fantastisch mitgearbeitet.“

Zu den Gratulanten gehörte gestern auch der niedersächsische Finanzminister Peter-Jürgen Schneider. Er sprach von einem weiteren Baustein für das Logistikgewerbe in Niedersachsen. Es sei ein großer Einstieg in die Nutzung des Gewerbegebietes – in einem Sektor, der Wachstumspotenzial habe. Angesichts des wachsenden Verkehrsaufkommens sagte er: „Wir müssen die Verkehrsströme besser verteilen.“

Helma Spöring erwähnte ebenfalls den zügigen Ansiedlungsprozess. Am 2. November habe es den ersten Kontakt gegeben. Da sei gerade der erste Spatenstich für das Gewerbegebiet erfolgt. „Wir haben uns entschlossen, mutig zu sein. Und ich bin sehr stolz, dass wir am heutigen Tag feiern können.“ Ein Vorteil sei die Signalwirkung des Projekts. „Wir haben gezeigt, was man wirklich leisten kann, wenn man ein gemeinsames Ziel hat und Hand in Hand arbeitet.“

sal

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